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Königin Silvia Erinnerung an Flower Power


Eine Verharmlosung von Drogen lehnt Königin Silvia von Schweden strikt ab. Da spricht sie als Mutter - und aus eigener Erfahrung

Klare Worte: In einem Interview spricht sich Königin Silvia von Schweden gegen die Einstufung von Haschisch und Cannabis als "weiche Drogen" aus. Dies würde Kindern vermitteln, sie seien harmlos, so die Monarchin im Gespräch mit dem "Svenska Dagbladet".

"Wenn man sagt, dass Haschisch oder Cannabis weiche Drogen sind, dann missverstehen die Kinder das und glauben, das sei ungefährlich. Aber der nächste Schritt ist nicht weit. Das müssen die Eltern begreifen", so Silvia, die die Organisation "Mentor" gegründet hatte, um sich für Suchtprävention bei Jugendlichen einzusetzen.

Als Mutter habe sie selbst vor der Herausforderung gestanden, auszuloten, ab wann sie ihren Kindern, den Prinzessinnen Victoria und Madeleine sowie Prinz Carl Philip, Alkohol erlauben solle. Dafür habe sie sich bei anderen Eltern Rat geholt, so Silvia. "Es gab dann 'mal ein Gläschen. Danach wieder Coca Cola."

Als Jugendliche war Silvia dem harten Drogenkonsum besonders nah gekommen. Auch deshalb setzt sie sich wohl heute so sehr dagegen ein. Gegenüber der Stockholmer Zeitung erinnert sich die gebürtige Heidelbergerin: "Ja, das war die 'Happy-Hippie-Time' in München. Als ich da studierte, war das die Zeit von Flower Power", so Silvia. Diese Erfahrung habe sie jedoch nicht in guter Erinnerung behalten - im Gegenteil: "Ich fand das schrecklich. Bei den Studenten konnte man dann auch merken, wie die unter Drogen standen. Und welches Elend das ausgelöst hat", so die heutige Königin.

Vermutlich spielt auch noch eine andere Erinnerung eine Rolle: Nur ein Jahr ist es her, seit ein Enthüllungsbuch die Eskapaden von König Carl XVI. Gustaf aufgedeckt haben will. Darin ging es um ausschweifende Feste des Königs mit vielen Frauen - und mit viel Alkohol.

smb/aco

gala.de


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