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Kobe Bryant (†41) Die Todesursache steht fest

Kobe Bryant (†41): Die Todesursache steht fest
© Rob Carr / Getty Images
Wenige Tage ist es nun her, dass Kobe Bryant bei einem Helikopterabsturz verstarb. Unter den Opfern des tragischen Absturzes war unter anderem auch seine 13-jährige Tochter Gianna. Jetzt haben Gerichtsmediziner die offizielle Todesursache bekanntgegeben.

Seit Sonntag (26. Januar) stellen sich in Los Angeles viele Menschen die gleiche Frage: Warum mussten Kobe Bryant (†41), seine 13-jährige Tochter Gianna und sieben weitere Insassen eines Helikopters sterben? Der Hubschrauber verunglückte am Sonntagmorgen in der Nähe von Los Angeles. Fünf Tage nach dem tragischen Unfall haben Gerichtsmediziner nun die offizielle Todesursache von Kobe Bryant, seiner Tochter und den weiteren Insassen bekanntgegeben.

Kobe Bryant stirbt an "stumpfem Trauma" 

Die Obduktion der Leichen ist abgeschlossen, jetzt steht die Todesursache fest. Nach Berichten des Gerichtsmedizineramtes von Los Angeles County sei Kobe Bryant an einem "stumpfen Trauma" gestorben. Auch Gianna und die anderen sieben weiteren Opfer verstarben daran. Zudem stuft die Gerichtsmedizin den Helikopterabsturz nun auch offiziell als Unfall ein.

Wie konnte es zu dem Unglück kommen?

Am 28. Januar, zwei Tage nach dem fatalen Absturz, meldete sich erstmals die US-Transportbehörde NTSB zu Wort und informierte die Bevölkerung in einer Pressekonferenz am Nachmittag (Ortszeit) über den ersten Stand der Ermittlungen. Demnach soll der Pilot der Unglücksmaschine kurz vor dem Crash versucht haben, an Höhe zu gewinnen.

Man glaubt, er wollte so dichten Wolken oder einer Nebelbank entkommen. Dies habe er den Fluglotsen in einer letzten Funknachricht mitgeteilt, was auch Radardaten bestätigen. Der Helikopter habe demnach eine Höhe von 701 Metern erreicht und sei dann abgestürzt. Man suche derzeit weiter an der Absturzstelle nach Hinweisen auf den Grund des fatalen Unfalls. Das Trümmerfeld sei sehr ausgedehnt: "Es war eine ziemlich verheerende Unfall-Szenerie", sagte die leitende Ermittlerin Jennifer Homendy laut der "Los Angeles Times". Doch weshalb startete der Pilot bei solch schlechten Wetterverhältnissen? 

Gianna und Kobe Bryant

Kobe Bryant: Hubschrauber bekam Sondergenehmigung

Laut der "New York Times" habe Kobe Bryant für den Start eine Sondergenehmigung erhalten. Selbst Polizei-Hubschrauber sollen an diesem Tag nicht in die Luft gestiegen sein. Zu dicht war der Nebel. Obwohl kein generelles Flugverbot herrschte, bezeichneten befragte Hubschrauber-Piloten das Wetter als gefährlich für Helikopter-Flüge. Die Sondergenehmigung ist eine verheerende Entscheidung, wie sich nur wenig später zeigen sollte. Für den ehemaligen Profi-Basketballer war der Helikopter ein vertrautes Verkehrsmittel, das er häufig nutze, um zum Training oder zu Spielen nach Los Angeles zu fliegen. An diesem Tag waren Bryant und seine Tochter auf dem Weg zu eines ihrer Spiele für ihre Jugend-Basketballmannschaft. Die Polizei versucht nun zu ermitteln, was genau zum Absturz geführt hat. Erste Erkenntnisse zum Unfall können den Hergang bisher nicht vollends rekonstruieren.

Riesiges Trümmerfeld

Es gäbe zum einen den unmittelbaren Absturzort, der sich auf einem Hügel befindet, aber Teile des Hubschraubers, unter anderem das Heck, befinden sich am Fuße der Anhöhe. Der Rumpf liegt hingegen sogar auf der anderen Seite des Hügels, der Hauptrotor mehrere Hundert Meter davon entfernt. Das gesamte Trümmerfeld erstrecke sich über eine bis zu 180 Quadratmeter große Fläche.

Die Unfallstelle im kalifornischen Calabasas
Die Unfallstelle im kalifornischen Calabasas
© Getty Images

Auf die Auswertung einer Black Box, wie bei Flugzeugen üblich, könne man nicht zurückgreifen. Der Hubschrauber-Typ Sikorsky S-76B habe keinen solchen Flugdatenschreiber an Bord. Dennoch sei man sehr zuversichtlich, den Unfallhergang rekonstruieren zu können. Man schaue sich alles ganz genau an, den Piloten, die Maschine, die Umweltbedingungen. Alles in allem könne es Monate dauern, bis ein Abschlussbericht vorliege.

Dichter Nebel der wahrscheinlichste Absturzgrund

Bereits kurz nach dem Absturz spekulierten zahlreiche Medien - teils gestützt durch Expertenmeinungen und Augenzeugenberichten -, dass dichter Nebel ein sehr wahrscheinlicher Absturzgrund sei. Demnach könnte der Pilot die Orientierung verloren haben. In der Metropol-Region Los Angeles zogen zum Zeitpunkt des Absturzes Nebelschwaden über die Stadt.

abl SpotOnNews

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