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Kirk Douglas Warum er sein gesamtes Vermögen verschenkt


Kirk Douglas besitzt ein Vermögen von etwa 80 Millionen Dollar - aber das möchte er nicht an seine Familie vererben, sondern lieber für wohltätige Zwecke spenden

Er ist ein Schauspieler der ganz alten Riege - Kirk Douglas, 98, wurde mit Filmen wie "Die Wikinger" und "Spartacus" ein haushoher Name in Hollywood. Und auch sein Sohn Michael hat es in dem Business geschafft. Doch der Erfolg kam für den Sohn russischer Immigranten nicht einfach. So hat er in 40 verschiedenen Jobs gearbeitet, bevor er seinen ersten Schauspielauftrag bekam. Nach eigener Aussage hatte seine Familie oft nicht mal genug zu essen. Doch seine Mutter gab trotzdem das letzte Bisschen an Obdachlose. "Du musst dich um Andere kümmern", sagte sie Kirk. "Das habe ich nie vergessen" erinnert sich Issur Danielovitch, wie Douglas eigentlich heißt.

Sparfüchse

Seine Frau Anne, mit der er seit 61 Jahren verheiratet ist, hatte dann 1955 einen Trust eröffnet und seit jeher sammelte sich dort das Geld an. Als Douglas dann in 2012 fragte, wie hoch der Betrag denn nun eigentlich sei, sagte sie "80 Millionen". Das sind etwa 70 Millionen Euro. Douglas' Kinder sind jedoch alle abgesichert, weshalb er es nicht als nötig empfindet, ihnen diese hohe Summe zu hinterlassen. Vielmehr möchte die Schauspiellegende das Geld an wichtige Institutionen spenden, wie er es von seiner Mutter lernte.

Diese Einrichtungen werden beschenkt

50 Millionen möchte er gerne an mehrere Einrichtungen verteilen: so soll seine ehemalige Universität etwas bekommen, die "St. Lawrence University", welche damit Stipendien für Minderheiten und unterpriviligierte Studenten finanzieren wollen. Außerdem sollen der "Sinai Tempel" und das "Kirk Douglas Theatre" in Los Angeles, welches als Live-Konzert Veranstaltungsort umfunktioniert wurde, auch was bekommen. Für einen Roboter, der Operationen im Kinderkrankenhaus in LA durchführt, spendet der Schauspieler ebenfalls ein Sümmchen. Anne und Kirk wollen außerdem 408 Spielplätze in der Stadt bauen und ein Wohnheim für weibliche Obdachlose.

Den größten Betrag allerdings bekommt der "Motion Picture and Television Fund" (MPTF), eine Einrichtung, die sich um die Gesundheit von Schauspielern kümmert. Dort gibt es die Abteilung "Harrys Haven", nach Douglas' Vater benannt, die auf Alzheimer spezialisiert ist. 2012 spendete das Paar bereits 20 Millionen und nun möchten sie noch mal 15 Millionen locker machen, für den Ausbau.

Diese Großzügigkeit ist wirklich bewunderswert.

jpe / Gala

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