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Kevin Spacey alias Frank Underwood Der Schauspieler verwirrt mit skurrilem Video

Kevin Spacey
© Getty Images
Kevin Spacey ist wieder da - zuerst in einem Video und bald vor Gericht. Wie er sich dort gegen die Vorwürfe wehren will, wurde nun klar

In dem bizarren YouTube-Video, das Kevin Spacey, 59, zu Weihnachten veröffentlicht hat, deutete er es bereits an: Der gefallene Filmstar will sich mit allen Mitteln gegen die in seinen Augen haltlosen Anschuldigungen der sexuellen Nötigung wehren.

Ob ihn der Gerichtstermin am kommenden 7. Januar zu der Aufnahme des weihnachtlich anmutenden Clips veranlasst hat, ist nicht bekannt. Dennoch wundern sich die Zuschauer. In dem rund dreiminütigen Clip präsentiert sich Spacey in bekannter "Frank Underwood"-Manier, seiner Paraderolle in der erfolgreichen US-Serie "House of Cards". Die Dauer des Videos über bleibt unklar, ob man der Privatperson Kevin Spacey oder die Figur Frank Underwood zuschaut. 

Kevin Spacey war 13 Monate lang untergetaucht

Er beginnt seinen Monolog, in dem er Dinge sagt wie: „Ich habe meine dunkelsten Geheimnisse mit Euch geteilt. Ich weiß, viele von Euch brennen darauf von mir zu hören, dass alles wahr ist, was so geredet wird – dass ich bekommen hab, was ich verdiene.“ Auf Antworten wartet man dann aber vergebens. Versucht er sich in der Folge dann noch selbst zu entlasten, die Vorwürfe der sexuellen Belästigung abzuwenden? "Ihr würdet kein Urteile fällen ohne die Fakten zu kennen. Ihr seid doch klug!" 13 Monate nachdem der Hollywood-Schauspieler von der Bildfläche verschwand, ist dies sein sehr irritierendes - aber auch medienwirksames - erstes Statement. Doch offenkundig will sich Spacey nicht kampflos geschlagen geben. 

Der Gerichtstermin steht

Wie genau die Verteidigung des ehemals gefeierten Schauspielers aussehen soll, wenn er sich vor einem Haftrichter verantworten muss, zeigt der Mitschnitt einer ersten Gerichtsanhörung, den die US-Seite "Boston Globe" haben soll. Konkret muss sich Spacey derzeit nur in einem Fall rechtfertigen: 2016 soll er in einer Bar in Nantucket, Massachusetts, den damals 18-jährigen Sohn der Nachrichtensprecherin Heather Unruh angegangen sein - die Vorwürfe lauten demnach "unsittlicher Angriff und Körperverletzung". Doch Spaceys Verteidigung dreht laut "Boston Globe" den Spieß nun um.

So soll das vermeintliche Opfer nicht nur hinsichtlich seines Alters gelogen und somit unerlaubt sehr viel Alkohol konsumiert haben - er habe behauptet, 23 zu sein und aufs College zu gehen. Nein, angeblich sei er derjenige gewesen, der überhaupt erst den Kontakt zu Spacey an der Bar herstellte.

Warum hat es niemand gesehen?

Ferner wundere man sich, dass sich der damals 18-Jährige nach dem Vorfall keiner Behörde anvertraute - aus Scham und Angst, wie die Gegenseite erwidert haben soll. Ein großer Streitpunkt: Laut der Aussage des Opfers soll Spaceys unsittliche Berührung rund drei Minuten angedauert haben, zur Wehr habe er sich aber nicht gesetzt.

Spaceys Anwalt Alan Jackson wird daher mit den Worten zitiert: "Das ist eine verdammt lange Zeit, um die Hand eines Fremden in seiner Hose zuzulassen, oder?" Auch, dass anscheinend niemand aus der gut gefüllten Bar den angeblichen Übergriff bezeugen könne, soll Jackson zugunsten seines Mandanten angeführt haben. Wie der zuständige Haftrichter all diese Argumente beurteilt, wird frühestens am 7. Januar klar, wenn sich Spacey höchstpersönlich vor Gericht äußert. 

jko SpotOnNews Gala


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