Kevin Russell: Urteil rechtskräftig

Der Ex-"Böhse Onkelz"-Sänger Kevin Russell muss seine Haftstrafe antreten. In der Silvesternacht 2009 verursachte er einen schweren Unfall und beging daraufhin Fahrerflucht. Gestanden hat er die Tat bis heute nicht

Kevin Russell

Kevin Russell muss für zwei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Laut "Spiegel Online" teilte das Landgericht Frankfurt heute (7. März) mit, dass die Revision seitens des Musikers vom Bundesgerichtshof abgelehnt wurde und die Haftstrafe des gebürtigen Iren somit definitiv rechtskräftig ist.

Der ehemalige "Böhse Onkelz"-Sänger hatte in der Silvesternacht 2009 unter Drogeneinfluss einen Auffahrunfall verursacht und sich daraufhin vom Unfallort zwischen Frankfurt und Wiesbaden entfernt. Von diesem Tathergang sind deutsche Gerichte überzeugt. Die zwei jungen Männer im von Russell gerammten Auto konnten erst in letzter Minute aus den Flammen gerettet werden. Der damals 19-Jährige Fahrer erlitt ein Schädelhirn-Trauma und hat noch heute mit Gedächtnisstörungen zu kämpfen. Sein Beifahrer wurde durch Brandwunde im Gesicht sowie den Verlust von drei Fingern für immer entstellt.

Im Prozess im Herbst 2010 hatte Kevin Russell durch sein herablassendes Verhalten für Schrecken gesorgt: Die Tat, welche er bis heute abstreitet, wollte er zunächst einem Freund unterjubeln - die DNA-Spuren ließen jedoch keinen Zweifel an Russells Täterschaft. Nun muss er endgültig ins Gefängnis sowie vier Jahre seinen Führerschein abgeben. Und damit ist der Fahrflüchtige noch gut bedient: Das Gericht beurteilte Russel durch sein langjährigen Drogenkonsum als vermindert zurechnungsfähig.

Russells Krankheit war auch Grund seines Ausstiegs bei den "Böhsen Onkelz", deren Bandmitglieder im Oktober 2010 auf ihrer Homepage ausführlich zur Tat des Iren Stellung nahmen.

lbr

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