Kevin Costner: Das sind seine größten Tops und Flops

Kevin Costners Hollywood-Karriere ist von extremen Höhen und Tiefen geprägt. Am Samstag feiert der US-Star seinen 65. Geburtstag.

Filmstar Kevin Costner erlebte viele berufliche Höhen und Tiefen

Wild-West-Held, Baseball-Profi, "Bodyguard" - an diese Rollen denken Filmfans unweigerlich, wenn sie den Namen Kevin Costner hören. Die Filme, mit denen der US-Schauspieler seine größten Erfolge feierte, können wahrhaftig als Klassiker bezeichnet werden. Aber der Star, der nebenberuflich mit seiner Band Kevin Costner & Modern West ("From Where I Stand") Country-Musik macht, war auch in einigen großen Leinwand-Flops zu sehen. Am heutigen Samstag (18. Januar) wird er 65 Jahre alt.

"Der mit dem Wolf tanzt" machte ihn zum Oscargewinner

Im Jahr 1990 war Kevin Costner am absoluten Höhepunkt seiner Karriere angekommen. Mit seiner Produktionsfirma Tig Productions inszenierte er den heutigen Filmklassiker "Der mit dem Wolf tanzt", in dem er auch die Hauptrolle übernahm. Die Literaturverfilmung, die maßgeblich zur Wiederbelebung des Westerngenres beitrug, wurde zum absoluten Kassenschlager und mutierte auch in Deutschland zum meist gesehenen Film des Jahres 1991.

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Im selben Jahr räumte der Streifen, in dem ein Unionsoffizier sich während des amerikanischen Bürgerkriegs ins Grenzland versetzen lässt, wo er sich mit einem Siouxstamm anfreundet, insgesamt sieben Academy Awards und drei Golden Globes ab. Zwei Oscars erhielt Kevin Costner selbst - in den Kategorien "Bester Film" und "Bester Regisseur".

Vom Sherwood Forest über den Tatort Dallas bis in Whitney Houstons Herz

Nach seinem großen Triumph gelangen dem 1955 in Kalifornien geborenen Star in direkter Folge vier weitere Erfolge an den Kinokassen und bei den Kritikern. 1991 verkörperte er in "Robin Hood - König der Diebe" Robin von Loxley, der laut einer klassischen englischen Sage im Sherwood Forest wohlhabende Menschen beraubte und der armen Bevölkerung mit dem Diebesgut half. Neben Costner brillierten in Nebenrollen Morgan Freeman (82, "Die Verurteilten") und Alan Rickman (1946-2016, "Harry Potter und der Stein der Weisen").

Im selben Jahr stellte der Schauspieler in Oliver Stones (73) "JFK - Tatort Dallas" neue Ermittlungen im Mordfall John F. Kennedy (1917-1963) an, bevor er ein Jahr später als "Bodyguard" von Musiklegende Whitney Houston (1963-2012, "I Will Always Love You") auf der Leinwand zu sehen war. Neben Altstar Clint Eastwood (89) spielte Kevin Costner 1992 zudem in dessen Film "Perfect World" einen entflohenen Gefängnisinsassen, der sich mit einem kleinen Jungen anfreundet und mit ihm durch die USA fährt.

Postapokalyptische Abenteuerdebakel

Ab Mitte der 1990er Jahre fiel die Erfolgskurve des Stars rasant ab. 1995 produzierte er den epischen Science-Fiction-Film "Waterworld", der in einer postapokalyptischen Welt spielt, nachdem die Polkappen geschmolzen sind und der Meeresspiegel rasant angestiegen ist. In dem damals teuersten Blockbuster aller Zeiten hatte Costner auch die Hauptrolle des Mutanten "Mariner" inne, der mit seinem Trimaran die Weltmeere besegelt, auf der Suche nach dem mythischen "Dryland", einem Landstrich, der nicht überflutet wurde. "Waterworld" war eine herbe Enttäuschung an den Kinokassen und wurde von den Kritikern schonungslos verrissen.

Ähnlich erging es der 1997er Produktion "Postman", die Kevin Costner auch als Regisseur inszenierte. Darin wird er in den von einem Nuklearkrieg zerstörten Vereinigten Staaten zufällig zum Hoffnungsträger der Menschen. Dieser Streifen war sogar ein noch größerer Reinfall als "Waterworld". Insgesamt wurde er mit fünf Goldenen Himbeeren "ausgezeichnet", einem Schmähpreis, der jedes Jahr an die schlechtesten Filme vergeben wird.

Profisportler, Präsidentenberater und Westernstar

Fortan erlebte die Karriere des US-Stars Hochs und Tiefs im Wechsel. 1996 eroberte Kevin Costner in "Tin Cup" als Golfass mit Erfolg das Herz von Rene Russo (65, "Man lernt nie aus"), seine Darstellung in der Nicholas-Sparks-Verfilmung "Message in a Bottle - Der Beginn einer großen Liebe" floppte 1999 allerdings. Nach dem Jahrtausendwechsel gelangen ihm als Berater von US-Präsident John F. Kennedy in "Thirteen Days" und als Regisseur und Hauptdarsteller von "Open Range - Weites Land" dann wieder Kinoerfolge. Für seine Darstellung als Baseballrentner in "An deiner Schulter" erhielt Costner zudem großes Lob von den Kritikern.

Nach weiteren mehr oder weniger erfolgreichen Produktionen verkörperte der 65-Jährige 2012 in der dreiteiligen Miniserie "Hatfields & McCoys" abermals einen Cowboy. Seine Darstellung überzeugte und brachte ihm einen Emmy, einen Screen Actor's Guild Award und einen Golden Globe ein. Es folgten unter anderem die Actionstreifen "Jack Ryan: Shadow Recruit" und "3 Days to Kill" sowie die biografischen Dramen "Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen" und "Molly's Game - Alles auf eine Karte". Seit 2018 ist Kevin Costner außerdem erstmals dauerhaft in einer TV-Rolle zu sehen - als Familienpatriarch und Milliardär in "Yellowstone".

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