Kendrick Lamar: Mit "Damn" gewinnt er den Pulitzer Preis 2018

Sie gelten als die Oscars der US-Medienbranche: Die Pulitzer-Preise. Rapper Kendrick Lamar und Woody Allens Sohn Ronan Farrow ist eine ganz besondere Ehre zuteil geworden: Sie sind nun Pulitzer-Preisträger.

Kendrick Lamar

Am Montagabend wurden die Oscars der US-Medienbranche vergeben: der Pulitzer-Preis. Im Rampenlicht stand dabei vor allem die Aufdeckung des Harvey-Weinstein-Skandals. Die "New York Times" und das Magazin "The New Yorker" wurden für ihre Recherchen über sexuelle Belästigungen in Hollywood in der Kategorie "Dienst an der Öffentlichkeit" ausgezeichnet. Aber auch Rapper Kendrick Lamar (30) zählt zu den Preisträgern und rückte damit die Kategorie Musik ins Rampenlicht.

Das bedeutet der Pulitzer-Preis

Der Pulitzer-Preis gilt als einer der wichtigsten US-amerikanischen Journalistenpreise. Er wird seit 1917 jährlich verliehen und trägt den Namen seines Stifters, dem Journalisten, Herausgeber und Zeitungsverleger Joseph Pulitzer (1847-1911). Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von bis zu 10.000 US-Dollar versehen.

Kendrick Lamar gewinnt mit Album "Damn"

Rapper Kendrick Lamar darf sich dieses Jahr über einen Pulitzer-Preis freuen. Der 30-jährige Kalifornier wurde für sein 2017 erschienenes Album "Damn" ausgezeichnet. Dana Canedy, die Vorsitzende der Verwaltung der Pulitzer-Preise, begründete die Entscheidung damit, dass das Album eine "virtuose Liedersammlung, vereint von seiner umgangssprachlichen Authentizität und rhythmischen Dynamik" sei. So gelang Lamar mit seinen Texten die Komplexität des modernen afro-amerikanischen Lebens einzufangen und abzubilden. 

#DAMN. #TDE Pulitzer Prizes

Gepostet von Kendrick Lamar am Montag, 16. April 2018


Die Metoo-Debatte beherrscht den Pulitzer-Preis

Zunächst hatten im Oktober 2017 die zwei "New York Times"-Journalistinnen Jodi Kantor und Megan Twohey den Stein ins Rollen gebracht. Sie veröffentlichten ein Feature, in dem acht Frauen - u.a. Schauspielerin Ashley Judd (49) - über sexuelle Übergriffe in der Traumfabrik berichteten. Ein paar Tage später veröffentlichte der "New Yorker" ein zusätzliches Exposé von Ronan Farrow (30), dem Sohn von Woody Allen (82) und Mia Farrow (73), in dem 13 Frauen über angebliche sexuelle Belästigung und Körperverletzung oder Vergewaltigung durch den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein (66) berichteten.

Mia Farrow ist stolz auf ihren Sohn

Auf Twitter bedankte sich Farrow kurz nach der Bekanntgabe der Preisträger für "jede mutige Quelle" und die Unterstützung des Magazins. Weiter schrieb er: "Dieser Moment wird als Abrechnung bezeichnet, aber wir haben erst angefangen, die Wahrheit über alten Machtmissbrauch zu sagen." Seine Mutter Mia Farrow twitterte, dass sie "so so so stolz" auf ihren Sohn sei. Aus dieser Berichterstattung entwickelte sich später in der Öffentlichkeit die MeToo- und TimesUp-Debatte.

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche