Kelly Rutherford: Erbitterter Kampf um die Kinder

Entführung, Polizei, Drohungen: Bei Kelly Rutherford und Daniel Giersch eskaliert der Kampf um den Nachwuchs. Ein "Gala"-Report über die Hintergründe des Dramas

Es ist einer der heftigsten und längsten Streits um Kinder, den Hollywood je erlebt hat. Knapp zwei Jahre kämpften die US-Schauspielerin Kelly Rutherford und der deutsche Unternehmer Daniel Giersch nach dem Ende ihrer Ehe vor Gericht um das Sorgerecht. Am Ende des turbulenten Prozesses im August 2012 entschied ein Gericht in Los Angeles schließlich: Gemeinsames Sorgerecht - doch Sohn Hermés und Tochter Helena sollten die meiste Zeit des Jahres bei ihrem Vater in Monaco leben. Für den einstigen "Gossip Girl"-Star eine herbe Enttäuschung. Mit allen Mitteln bekriegt Kelly Rutherford seitdem ihren Ex-Ehemann, erhob öffentlich schwere Anschuldigungen gegen ihn. Immer wieder zieht sie vor Gericht - und manövriert sich damit mehr und mehr ins Aus.

So auch mit ihrer aktuellen Aktion, einem traurigen Höhepunkt in dem Drama, das immer unübersichtlicher wird: Vor ein paar Tagen reichte Rutherford bei einem US-Gericht einen Antrag ein, mit dem sie verhindern wollte, dass die Kinder am Ende der Ferien, die sie wie immer größtenteils bei ihr in New York verbringen, nach Monaco zurückfliegen. Hermés und Helena seien damals ins Ausland deportiert worden und würden unter den Verhältnissen leiden, heißt es in den Unterlagen, die "Gala" vorliegen.

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©Gala

Die Kinder leben in Monaco bei ihrem Vater Daniel Giersch.

Doch das Gericht lehnte den Antrag ab. Die Vorwürfe seien nicht haltbar, außerdem sei man in dieser Sache nicht zuständig, so der Richter. Ein erneuter Rückschlag für Rutherford, der die Situation gefährlich machen könnte. Die 45-Jährige, die vor Gericht in Tränen ausbrach, hatte ihre Anwälte in den Antrag schreiben lassen, dass sie die Kids auf jeden Fall bei sich behalten würde - auch wenn sie damit gegen gesprochenes Recht verstoße. Obendrein war die Schauspielerin mit Hermés und Helena in den Bundesstaat New Jersey gefahren, obwohl sie mit ihrem Nachwuchs New York laut Gerichtsbeschluss nicht verlassen darf. Wollte sie die Kleinen entführen, wie einige Medien meldeten? Kelly Rutherford sagt in einem E-Mail- Statement exklusiv zu "Gala": "Wir waren für eine Nacht bei Freunden auf einer Farm. Die beiden haben mit Daniel geskypt. Ich habe ihm auch geschrieben, dass ich die Kinder nicht da behalten werde." Anruf in Monaco bei Giersch. Er sei immer noch besorgt, sagt der Unternehmer, aber er wolle sich nicht zu der Sache äußern. Er klingt ruhig am Telefon. Wie jemand, der hofft, dass sich doch irgendwie alles zum Guten wendet. Am 20. August erwartet er seine Tochter und seinen Sohn zurück.

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In den amerikanischen Medien wird der Deutsche überwiegend als kalt- herziger Kinderräuber dargestellt. Als dubioser Geschäftemacher, dessen US-Visum deshalb einst nicht erneuert wurde. Genau das hatte zu der heutigen Problemsituation geführt: Giersch darf nicht in die Vereinigten Staaten einreisen. Damit er trotzdem seine Kinder sehen kann, bekam er 2012 beim Sorgerechtsprozess Hermés und Helena zugesprochen, ging mit ihnen nach Monaco. Dies war aber nicht der einzige Grund für die damalige Entscheidung. Im Urteil, das "Gala" vorliegt, schreibt die Richterin, dass Giersch eine Versöhnung anstrebe, Rutherford dagegen nicht. Außerdem deutet sie an, dass der Anwalt der Schauspielerin einst bei der Nichterneuerung von Gierschs Visum seine Finger im Spiel hatte - als Druckmittel, um das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Rutherford selbst hatte ihren Mann des Drogen- und Waffenschmuggels bezichtigt. Fatal: Den US-Behörden reicht ein bloßer Verdacht, um jemanden auf Jahre nicht ins Land zu lassen.

Kelly Rutherford wurde 2007 mit "Gossip Girl" bekannt. Nach dem Ende der US-TV-Serie geriet ihre Karriere ins Stocken. Anfang 2014 sagte sie GALA, dass sie Insolvenz angemeldet habe.

Trotz der Visa-Sache wurde Gierschs Position in zwei weiteren Prozessen im November 2013 und im März dieses Jahres gestärkt. Er steht nun als Gewinner da, Rutherford dagegen vor einem Trümmerhaufen. Ihre Karriere stagniert, sie sei pleite, erzählte sie "Gala" im Interview im Januar. Dass ihre geliebten Kinder auf der anderen Seite des Atlantiks leben, will und kann sie nicht akzeptieren, greift deshalb zu immer drastischeren Mitteln. Die Aktion vor dem New Yorker Gericht hatte von vornherein kaum Aussicht auf Erfolg. Freunde von Giersch können sich gut vorstellen, dass das Ganze nur eine PR-Aktion für Rutherfords Anwälte war. Da sie kein Geld habe, seien wenigstens ein paar Schlagzeilen drin.

Die Verlierer bei dem ganzen Hin und Her sind die Kinder. Wie schrecklich muss es für sie sein zu erleben, wie die Mutter gegen den Vater vor Gericht zieht und dort zusammenbricht. "Der Junge und das Mädchen sitzen zwischen den Stühlen", erzählt eine enge Freundin der Familie "Gala". "Sie lieben ihren Vater und ihre Mutter. Eines Tages, wenn sie alt genug sind, werden sie sich ihr eigenes Bild machen und sich fragen, warum das alles sein musste."

Die Rückflugtickets nach Monaco sind schon seit Wochen gebucht. Doch ob Hermés und Helena wirklich aus New York zurückkehren, wird sich erst in diesen Tagen zeigen. Sitzen die zwei in der Maschine, ist die lange Streitgeschichte zwischen Rutherford und Giersch um ein Kapitel reicher. Wenn nicht, könnte womöglich alles eskalieren. Dann würden die Kinder wohl per Polizeieinsatz zum Vater zurückgebracht. Es wäre die schlimmstmögliche Wendung in diesem Fall.

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