Keanu Reeves: Selbsthilfebuch geschrieben

Keanu Reeves geht unter die Selbsthilfebuch-Autoren. Mit seinem Buch "Ode to Happiness" entstand ein Buch voller Selbstmitleid und Traurigkeit, das aber auf keinen Fall allzu ernst genommen werden darf

Mit seinem ersten Buch "Ode to Happiness" ("Ode an die Freude") steigt Keanu Reeves nun in die Liga der Selbsthilfebuchautoren auf. Doch so viel Freude wie der Titel verspricht, ist im Buch nicht zu finden, stattdessen jede Menge Selbstmitleid. "Ich nahm ein heißes Bad im Kummer. In meinem Raum der Verzweiflung", so beginnt das Erstlingswerk des 46-Jährigen. Alexandra Grant illustrierte Reeves Buch mit Tintenzeichnungen, die aussehen, als hätten Tränen sie verwischt. Jeder Seite präsentiert einen Satz mit einer Zeichnung, bis am Ende schließlich steht "Es kann immer schlimmer sein".

Damit beweist der Hollywood-Schauspieler jede Menge Selbstironie. Er musste selbst einige Schicksalsschläge erleben, als seine Freundin Jennifer Syme 1999 die totgeborene Tochter des Paares, Ava, zur Welt brachte und selbst zwei Jahre später bei einem Autounfall starb. Die Facebook-Gemeinschaft rief im vergangenen Jahr sogar zum "Unofficial Cheer-Up Keanu Day" ("Inoffizieller Keanu-Aufmunterungstag") am 15. Juni auf, als ein Bild von einem sehr unglücklich wirkenden Keanu Reeves auftauchte. Das Image des traurigen Mannes macht er sich jetzt bei seinem Autorendebüt zu Nutze. Aber es gibt keinen Grund zur Sorge um den Schauspieler, denn sein Literaturdebüt ist nicht ganz ernst zu nehmen.

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Denn so traurig und selbstmitleidig der Inhalt des Buches auch klingt, die Entstehungsgeschichte ist umso amüsanter, wie Reeves erklärt: "Ich saß mit meinem Freund Janey in der Küche und das Radio lief – und dieser Sender spielte eine Orgie an depressiver, selbstmitleidiger, nostalgischer Musik [...] Und dann fing ich an, auf dieses Stück Papier zu schreiben, weil ich das Bild von dem Moment im Kopf hatte, in dem man ein Bad nimmt, eine Kerze anzündet und sich irgendwie depressiv fühlt. Und das brachte Janey so zum lachen, dass ich einfach weitermachte, mich dem Selbstmitleid hinzugeben."

Die Zusammenarbeit von Keanu Reeves und Alexandra Grant kam bei einer Party in Los Angeles zustande. Grant erhielt vom gemeinsamen Freund Janey Bergam Reeves Worte und fertigte Zeichnungen dazu an, die sie dem "Matrix"-Helden schenkte. Erst als jemand fünf Exemplare davon wollte, "ging uns ein Licht auf", sagt Grant und sie brachten das Werk zu dem deutschen Verleger Gerhard Steidl nach Göttingen.

Heraus kam ein schickes Buch, das Keanu Reeves in jede Menge Abteilungen stecken würde. Auch in die Selbsthilfe-Abteilung? "Ja klar", findet der Neu-Autor. "Ich finde, es ist ein Kinderbuch für Erwachsene", erläutert er näher. Außerdem ist es ein sehr kunstvoll besticktes Heftchen mit einer limitierten Auflage von 4.000 Exemplaren. Erwachsen ist vor allem der Preis mit 32 Pfund (ungefähr 36 Euro) pro Exemplar.

jfa

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