Katrin Krabbe-Zimmermann: Erstes Gespräch über den Selbstmord ihres Mannes

Es waren schwere Monate für Katrin Krabbe. Im Mai nahm sich ihr Mann das Leben. Jetzt sprach sie zum ersten Mal über den Schicksalsschlag

Die ehemalige Weltklasse-Leichtathletin Katrin Krabbe, 45, hat sich im "SWR-Nachtcafé" zum ersten Mal öffentlich zum Tod ihres Mannes Michael Zimmermann geäußert, der sich im Mai 2015 das Leben genommen hatte. "Etwas Schlimmeres gibt es nicht", sagte Krabbe zu ihrem Schicksal. Sie habe am betreffenden Abend ein ungutes Gefühl gehabt, da ihr Mann nicht zu Hause war und ihr nichts gesagt habe. "Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, mir war kalt".

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Alles sei sehr untypisch gewesen und ihr Innerstes habe ihr gesagt, dass da irgendetwas sei. Auch über mögliche Gründe für diesen Entschluss ihres Mannes sprach die Ex-Sportlerin. 2008 wurde Zimmermann wegen Steuerhinterziehung verurteilt, die folgende Privatinsolvenz habe ihn "stark verändert". Er habe große Schuld- und Schamgefühle entwickelt.

Noch immer empfindet sie Wut

Sie selbst habe unmittelbar nach dem Vorfall persönlich gar nichts gefühlt. "Seine Entscheidung zu gehen muss ich akzeptieren", sagte Krabbe weiter, die allerdings immer wieder Wut empfinde, dass er sie und die Kinder zurück gelassen habe. "Ich habe noch nie so etwas Schlimmes erlebt, so etwas meinen Kindern sagen zu müssen", beschreibt die ehemalige Sportlerin das Überbringen der Todesnachricht. Krabbe und Zimmermann waren 21 Jahre lang verheiratet.

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