Karriere als Drag-Queen?: Das sagt Jay Khan zu seinem Helene-Fischer-Auftritt

Jay Khan trat vergangenen Samstag als Drag-Queen auf. Gala.de erzählte er, ob er nun langfristig eine Karriere in der Branche plane

Jay Khan

Da staunten die Gäste auf der sogenannten Irrenhouse-Party von Berlins bekanntester Drag-Queen Nina Queer nicht schlecht, als plötzlich Ex-US5-Sänger und Dschungelcamp-Kandidat Jay Khan im quietschgelben Kleidchen und blonder Perücke auf der Bühne stand und Helene Fischers "Atemlos" zum Besten gab. Nina forderte Jay zuvor auf Facebook heraus und bezweifelte, dass der Musiker für den Auftritt die "Eier in der Hose" hat. Doch Jay nahm die Herausforderung ohne Bedenken an und sorgte somit für einen geradezu denkwürdiger Augenblick in Berlins Drag-Queen-Szene, aber auch in Jays Karriere. Gala.de hat mit ihm über seinen Auftritt gesprochen.

Jay Khan

Feedback vom Publikum

"Die Leute nahmen den Auftritt sehr positiv auf. Auch jetzt im Nachhinein melden sich noch viele Leute bei mir und geben mir positives Feedback. Die würdigen, dass jemand, der nicht schwul ist und keine Berührungsängste hat, das als Spaß ansieht und das einfach macht", so Jay.

Für seinen Auftritt zog er extra drei Strumpfhosen übereinander, damit man seine behaarten Beine nicht sah, abrasieren wollte er diese nämlich nicht, beteuert der 33-Jährige. Auch extra einstudieren musste er den Schlager-Song nicht. Jay steht derzeit nämlich jeden Tag im Berliner Wintergarten in der Show "Atemlos" auf der Bühne und performt den gleichnamigen Song - dann aber ohne Helene-Kostüm.

Außerdem singt er - entgegen aller derzeitigen Annahmen - nicht nur Schlager-Songs: "Die Leute denken immer, nur weil die Show so heißt, singe ich auch nur 'Atemlos', aber das stimmt nicht. Es werden 30 Songs aufgeführt, ich präsentiere zum einen meine eigenen Songs, zum anderen aber auch Songs von Peter Maffay, den Toten Hosen, Andreas Bourani und Falko."

Karriere als Drag-Queen?

Und obwohl Jay den Auftritt vergangenen Samstag perfekt meisterte und auch im Nachhinein noch für Begeisterung sorgt, eine langfristige Karriere in der Branche kann er sich nicht vorstellen: "Ich könnte für einen Auftritt als Drag-Queen wahrscheinlich 30.000 Euro verlangen, aber ich würde es dennoch nicht zu meinem neuen Standbein machen. Nicht, weil ich das verpöne oder ablehne, im Gegenteil, ich finde das sehr witzig, aber das ist einfach nicht mein Ding. Das war ein einmaliger Ausflug, der mir sehr viel Spaß gebracht hat", stellt Jay mit einem Schmunzeln klar. Schade eigentlich…

Andauernde Schwulen-Gerüchte

Das einzig Negative an dem Auftritt seien die Kommentare über seine angebliche Homosexualität,die auch nach Jahren nicht abreißen wollen. "Es macht mich einfach sauer, dass die Leute das immer noch ein Indiz sehen, ich wäre doch schwul. Das ist so lächerlich. Auftritte in Frauenkostümen haben schon David Bowie, Robbie Williams und Oliver Pocher gemacht, aber wenn ein Jay Khan das macht, heißt es gleich wieder, der sei schwul. Diese Engstirnigkeit, nur weil man mal Spaß hat."

Bereuen tut der gebürtige Brite seinen Auftritt aber natürlich nicht.

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