Karl-Theodor zu Guttenberg: Zu Guttenberg tritt zurück

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erklärt am Dienstag Vormittag seinen Rücktritt vom Amt. Er habe die Grenzen seiner Kräfte erreicht, der Druck sei zu groß geworden

Karl Theodor zu Guttenberg

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg gibt sein Amt auf. Dies verkündet er selbst am Dienstagvormittag in Berlin. Zu Guttenberg beugt sich damit dem massiven politischen Druck, der auf ihm, Kanzlerin Angela Merkel und der Regierung lastete, seit bekannt wurde, dass der Minister seine Doktorarbeit in wesentlichen Teilen nicht selbst verfasst, sondern auf andere Quellen zurückgegriffen hat.

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Zu Guttenberg erklärt in einem öffentlichen Auftritt ab 11.15 Uhr, wie schwer ihm der Rücktritt von einem Amt falle, dass er mit Herzblut ausgeübt habe. "Es ist der schmerzlichste Schritt meines Lebens", sagte er wörtlich. Das Amt als Verteidigungsminister brauche ungeteilte Aufmerksamkeit, derzeit werde aber nicht über die Bundeswehr sowie Tod und Verwundung von Soldaten, sondern nur noch über seine Person und die Doktorarbeit debattiert. Das könne er nicht verantworten. Er dankte der Kanzlerin für ihre beständige Rückendeckung, sagt aber auch ""Ich war immer bereit zu kämpfen. Aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte erreicht." Mitleid erwarte er nicht.

Kurz vor zu Guttenbergs Auftritt soll die Kanzlerin ihren Cebit-Rundgang überraschend unterbrochen und ein längeres Telefonat geführt haben. Der reuige Verteidigungsminister bestätigt, dass die Kanzlerin über seinen Schritt informiert sei. Er wolle nun "politischen Schaden" abwenden.

cfu

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