Karl-Theodor zu Guttenberg: Minister der Selbstverteidigung

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wurde der Doktortitel aberkannt. Während Angela Merkel zu ihm hält, fordert die Opposition Guttenbergs Rücktritt

Karl-Theodor zu Guttenberg

Doktor ade: Am Mittwochabend (24. Februar) gab der Bayreuther Universitätspräsident Rüdiger Borman die Aberkennung von Karl-Theodor zu Guttenbergs Doktortitel bekannt.

In einer Pressekonferenz erklärte Bonham laut "Süddeutsche.de", dass Guttenberg in seiner 450 Seiten dicken Arbeit 2006 teilweise Texte anderer Autoren übernommen hat, ohne diese ausreichend zu kennzeichnen. "Die der Literatur ohne Kennzeichnung übernommenen Stellen seien als Plagiat zu bezeichnen. Die Frage eines möglichen Täuschungsvorsatzes habe die Kommission aber nicht untersucht."

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel die Entscheidung begrüßt, kritisieren SPD-Mitglieder die Vorgehensweise der Prüfungskomission. Indem nicht geprüft würde, ob Guttenberg absichtlich gefälscht habe, spiele man ihm ganz offensichtlich zu, heißt es aus Reihen der SPD.

Schon vor der Pressekonferenz hatte die Opposition den Rücktritt des CSU-Politikers aus seinem Amt als Verteidigungsminister gefordert. Doch Guttenberg machte, wenn schon nicht seinem Titel, zumindest seinem Amt alle Ehre und verteidigte sich im Bundestag reuevoll selbst. Es seien ihm enorme Fehler unterlaufen, zurücktreten wolle er aber nicht.

Karl-Theodor zu Guttenberg hatte aufgrund "gravierender Fehler" in seiner Doktorarbeit selbst bei der Universität Bayreuth um die Aberkennung gebeten, nachdem ein Bremer Jura-Professor ihm schwere Täuschungsversuche in seiner 2006 eingereichten Doktorarbeit vorgeworfen hatte.

lbr

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