Karl Lagerfeld (†): Muse Baptiste gibt private Einblicke in sein Leben

Vor über einem Jahr starb Modeschöpfer Karl Lagerfeld in Paris. Seine Muse Baptiste Giabiconi gibt in seinem Buch nun einen ganz privaten Einblick in das Leben mit dem Designer. 

Baptiste Giabiconi und Karl Lagerfeld

2008 entdeckte Karl Lagerfeld, †, das Model Baptiste Giabiconi, 30. Der Modeschöpfer machte das Model bekannt. Zwischen den beiden entwickelte sich eine tiefe Freundschaft, Baptiste wurde zur Lagerfelds Muse. "Es war seltsam, als wir uns begegneten, hatte ich das Gefühl, dass wir uns schon immer kannten", sagte Baptiste anlässlich des ersten Todestages über seinen Mentor. In seinem Buch "Karl et moi", zu deutsch "Karl und ich", gibt er einen privaten Einblick in das Leben des Modeschöpfers.

Baptiste über Karl Lagerfeld: "Er war die Güte und Großzügigkeit selbst"

Darin bricht er mit dem Bild des kalten, zurückgezogenen Lagerfelds. Seine nette Seite wolle der Modeschöpfer immer verheimlichen, verriet Baptiste gegenüber der belgischen Zeitung "Le Soir": "Er wollte das immer verbergen, weil er dachte, dass dies eine Schwäche sei. Ich bin vom Gegenteil überzeugt. Das war seine größte Stärke, er war die Güte und Großzügigkeit selbst."

Karl Lagerfeld (†)

Die Musen des Modezars

Karl Lagerfeld und seine langjährige Muse, das französische Supermodel Inès de la Fressange, arbeiten seit den Achtziger Jahren eng zusammen.
Bis zuletzt inspirierte die hochgewachsene Brünette den Designer zu seinen Entwürfen und nahm an Modenschauen teil.
"Karl hat aus einem schüchternen Mädchen ein Supermodel gemacht", schrieb Claudia Schiffer nach dem Tod des Stardesigners.
"Karl hat aus einem schüchternen Mädchen ein Supermodel gemacht", schrieb Claudia Schiffer nach dem Tod des Stardesigners. Der Chefdesigner von Fendi und Chanel hat die bildschöne Blondine Ende der Achtziger Jahre als Muse auserkoren.

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Bis zu seinem Tod habe sich Lagerfeld in Arbeit gestützt. "Karl machte mindestens zehn Sachen gleichzeitig", so seine Muse. Dabei ließ sein Zeitmanagement zu wünschen übrig. Termine hätten stets nach hinten verschoben werden müssen. 

Der Streit um Choupette 

Auch über Lagerfelds geliebte Katze Choupette schreibt Giabiconi. Die habe nämlich eigentlich ihm gehört. Über Weihnachten habe er wegen einer Reise die Birma-Katze bei Lagerfeld gelassen. Und der wollte sie nach seiner Rückkehr nicht wieder hergeben. "Baptiste, du kannst dich nicht um sie kümmern, wie es nötig ist", soll der Modezar gesagt haben. Das führte zu einem Streit zwischen den beiden. "Wir haben fast eine Woche lang nicht miteinander gesprochen. Da habe ich Choupette eingepackt, bin zu ihm gefahren und habe sie ihm als Geschenk überreicht", erzählte Baptiste im Februar gegenüber "RTL". Seit dem Tod von Karl Lagerfeld lebt Choupette nun bei dessen früherer Gouvernante Françoise.

Verwendete Quellen: dpa 

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