VG-Wort Pixel

K-Pop-Star Sulli (†25) Agent findet sie leblos in ihrem Haus auf

Sulli
Sulli
© Getty Images
Der ehemalige K-Pop-Star Sulli soll überraschend verstorben sein. Die Sängerin und Schauspielerin wurde nur 25 Jahre alt.

Der K-Pop-Star Sulli, †25, ist offenbar tot in ihrem Haus in der Nähe von Seoul aufgefunden worden, wie die Polizei der BBC mitteilte. Ihr Agent habe die leblose junge Frau, die mit bürgerlichem Choi Jin-ri heißt, entdeckt und den Todesfall umgehend den Behörden gemeldet. Die Polizei untersucht aktuell die Todesursache. Erste Anzeichen deuten offenbar auf einen Selbstmord hin. 

K-Pop-Star Sulli litt unter Cyber-Mobbing

Die Sängerin und Schauspielerin, die mehr als fünf Millionen Follower auf Instagram hatte, war ein ehemaliges Mitglied der Band F(x ). Im Jahr 2015 verließ sie die vierköpfige koreanische Girl-Band, die sich bereits 2009 gegründet hatte. Ein Grund soll unter anderem die extreme Belastung gewesen sein, die Hasskommentare im Netz bei der jungen Frau ausgelöst hätten. Sulli widmete sich nach ihrer Gesangskarriere der Schauspielerei.

Taylor Glasby: "Sie war sie selbst"

Die britische Musikjournalistin und K-Pop-Expertin Taylor Glasby nannte sie einmal einen "Freigeist". "Sie war eines der Idole, die beschlossen haben, ihr Leben so zu leben, wie sie es wollte, und das passte nicht immer gut zur breiten Öffentlichkeit", erzählte sie gegenüber "Radio 1 Newsbeat". In Südkorea werden Popstars Idole genannt. "Für Idole dreht sich alles um das Aussehen, alles wird genau überwacht und sie hat ihren Inhalt einfach nicht überwacht. Sie war sie selbst", beschrieb Glasby die K-Pop-Ikone im Interview.

Sängerin engagierte sich für "No Bra"-Initiative

Sulli war offenbar nicht ganz unumstritten in Südkorea. Sie vermittelte ihren Fans, dass sie die Wahl hätten, wie sie ihre Körper zeigen wollten. Für Aufsehen sorgte ihre Verwicklung in den sogenannten "No-Bra" -Skandal, bei dem sie mehrmals ihre Brustwarzen zeigte. Die ersten Bilder erschienen im Mai 2016 auf ihrem Instagram-Account. Erst im vergangenen Monat wurden ihre Brüste während eines Live-Instagram-Streams versehentlich gezeigt - was im konservativen Südkorea erneut zu Kontroversen führte. In diesem Zusammenhang soll die 25-Jährige erneut mit massivem Mobbing im Internet konfrontiert worden sein. 

Verwendete Quellen: BBC, NOZ

Information zu Hilfsangeboten

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der "Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention".

ama Gala

Mehr zum Thema


Gala entdecken