Justin Wilson (†): Er rettete sechs Menschen das Leben

Der verstorbene Rennfahrer wurde nach seinem Tod zum Helden: Er war eingetragener Organspender und rettete so sechs Menschen das Leben

Justin Wilson (†)

Update, 26. August 2015

Sein Tod löste große Bestürzung aus: Justin Wilson war am Montag an den Folgen seines schweren Indycar-Unfalls gestorben. Doch für sechs Menschen wurde der Rennfahrer nach seinem Tod nun zum Lebensretter. Justin Wilson hatte sich entschieden im Falle seines Todes, seine Organe zu spenden, um Menschen zu helfen. Er war eingetragener Organspender, teilte sein Bruder Stefan Wilson mit.

"Mein Held"

"Er legt die Latte noch höher. Mein Held", schrieb Stefan Wilson, der selbst Rennfahrer ist, auf Twitter. Er bittet außerdem darum, für Wilsons hinterbliebene Frau und Kinder zu beten.

Wilson ist der zweite Indycar-Pilot seit Dan Wheldon († 2011) bei einem solchen Rennen ums Leben gekommen ist. Auch Wheldons Witwe Holly Whelden drückte bei Twitter ihre Bestürzung über den Tod des Ex-Formel-1-Fahrers aus: "Mögen diese beiden fantastischen britischen Jungs gemeinsam in Frieden ruhen."

Kurz vor dem Ende des Rennens war der Amerikaner Sage Karam mit seinem Wagen in die Begrenzungsmauer der Fahrbahn gefahren, dabei löste sich ein Teil seines Rennautos und traf seinen Kollegen Justin Wilson am Kopf. Justin Wilson krachte daraufhin ebenfalls in die Wand und verstarb schließlich aufgrund seiner Verletzungen.

Motorsport-Verband testet geschlossene Cockpits

Laut "Motorsport.com" plant der Motorsport-Weltverband FIA September Tests mit geschlossenen Cockpits, die ein solches Unglück verhindern sollen.

"Er verlässt uns nicht ganz"

Bei all der Trauer über seinen Tod ist die Nachricht über Justin Wilsons Organspende ein Hoffnungsschimmer. Der frühere Formel-1-Chefarzt Prof. Gary Hartstein postete auf Facebook: "Justin hat seine Organe gespendet. Wenn jemand noch einen Beweis brauchte, was für eine feiner Mensch das war, dann bitte. In gewisser Weise verlässt er uns also nicht ganz. Danke Justin."

Ein Trümmerteil traf den Rennfahrer am Kopf

Er ist schon der zweite verunglückte Rennfahrer in weniger als zwei Monaten. Der frühere Formel-1-Pilot Justin Wilson ist einen Tag nach seinem schweren Unfall beim Indycar-Rennen im US-Bundesstaat Pennsylvania gestorben.

Den Briten traf kurz vor Ende des Rennens ein Trümmerteil eines vor ihm fahrenden Wagens. An dem Auto des Amerikaners Sage Karam hatte sich nach einem Unfall ein Teil gelöst, das Justin Wilson schließlich am Helm traf. Daraufhin fuhr der Brite unkontrolliert gegen eine Begrenzungsmauer.

Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter

Ärzte brachten den Unfallfahrer mit einem Hubschrauber in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Sie versetzten Justin Wilson in ein künstliches Koma, doch seine Kopfverletzungen waren zu schwer. Er verstarb am Montag mit 37 Jahren und hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.

Der Motorsport trauert

Die Anteilnahme am Tod des 37-Jährigen ist groß. So schrieb der britische Formel-1-Weltmeister von 2009, Jenson Button, bei Twitter: "Die Motorsportwelt ist schon wieder zum Stillstand gekommen. Justin Wilson war ein großartiger Mensch und Rennfahrer."

Vor über 25 Jahren seien sie gemeinsam Kart gefahren, so der Formel-1-Pilot weiter: "Ich kann mich gut an sein ansteckendes Lächeln erinnern, er war so ein lieber Kerl."

Auch Justin Wilsons Bruder brachte seine Trauer auf Twitter zum Ausdruck. "Ich kann nicht ansatzweise den Verlust beschreiben, den ich gerade empfinde. Er war mein Bruder, mein bester Freund, mein Vorbild und Mentor. Er war ein Champion", schrieb er.

Erst Mitte Juli war Rennfahrer Jules Bianchi gestorben

Es ist der zweite große Verlust für den Motorsport: Erst vor rund sechs Wochen war Formel-1-Fahrer Jules Bianchi an den Folgen seines schweren Unfalls gestorben. Der Rennfahrer verunglückte im Oktober 2014 beim Großen Preis von Japan. Der Franzose damals von der regennassen Fahrbahn ab und prallte nahezu ungebremst in ein Abschleppfahrzeug am Streckenrand.

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