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Justin Bieber Ärger in Asien


Justin Bieber hat während seiner Japan-Reise den Zorn vieler Chinesen und Südkoreaner auf sich gezogen: Er posierte vor einem Kriegerdenkmal in Tokio, das in China und Südkorea umstritten ist

Justin Bieber hat mit einem Instagram-Schnappschuss den Zorn vieler Chinesen und Südkoreaner auf sich gezogen. Der Popstar, der gerade in Japan unterwegs ist, ließ sich in Tokio vor dem Yasukuni-Schrein fotografieren. Er gab vor, zu beten und schrieb zu dem Bild: "Danke für Euren Segen". Was der 20-Jährige nicht geahnt hat: Der Schrein ist ein Kriegerdenkmal für die 2,5 Millionen Kriegstoten, die Japan nach dem Zweiten Weltkrieg zu beklagen hatte. Wie "n-tv.de" berichtet, wird auf der Inschrift auch 14 Kriegsverbrechern gedacht. Der Yasukuni-Schrein ist deshalb mehr als umstritten.

Gerade die Staaten China und Südkorea, die während des Krieges von Japan besetzt worden waren, sehen in dem Denkmal die Verherrlichung eines Völkerverbrechens. Zahlreiche Bieber-Fans aus China und Südkorea protestierten gegen Biebers Fotos, einige zogen sogar Vergleiche zwischen dem Denkmal und Adolf Hitler. Der Sänger löschte die Bilder schnell wieder und entschuldigte sich bei Instagram. Er sei sehr traurig darüber, was er angerichtet habe. "Ich sah diesen wunderschönen Schrein und dachte, es handle sich hierbei um einen Ort des Gebets", erklärte er sich. "Ich liebe dich, China. Ich liebe dich, Japan", schrieb er außerdem zu der Abbildung einer Schlagzeile, die "Time" über seinen Fauxpas veröffentlicht hatte.

Justin Bieber: Justin Bieber (r.) vor dem umstrittenen Yasukuni-Schrein. Der Sänger hat das Foto inzwischen von seinem Instagram-Account gelöscht, "TMZ.com" hatte aber schon einen Screenshot gemacht.
Justin Bieber (r.) vor dem umstrittenen Yasukuni-Schrein. Der Sänger hat das Foto inzwischen von seinem Instagram-Account gelöscht, "TMZ.com" hatte aber schon einen Screenshot gemacht.
© Screenshot von TMZ.com

Vor etwa einem Jahr war dem Teeniestar etwas Ähnliches passiert: Im April 2013 war Justin Bieber in Amsterdam und besuchte unter anderem das Anne-Frank-Haus. Er verewigte sich im Gästebuch des Hauses und schrieb, dass sein Besuch sehr inspirierend gewesen sein. "Anne war ein tolles Mädchen. Hoffentlich wäre sie ein Belieber [Bieber-Fan, d. Red.] gewesen", ergänzte er und löste damit eine Welle der Empörung aus.

Im Anne-Frank-Haus gewährte man dem damals 19-Jähirgen Welpenschutz: " Wir denken, dass es etwas ganz Besonderes ist, wenn ein 19-Jähriger das Anne-Frank-Haus besucht", wurde Sprecherin Maatje Mostart von "n-tv.de" zitiert. Justin Bieber sei an einem Freitagabend vorbeigekommen, zu einem Zeitpunkt, an dem er in in Amsterdam "ganz andere Dinge" hätte tun können.

Qin Gang, ein Sprecher des chinesischen Auswärtigen Amts, zeigte sich ebenfalls milde. Laut "n-tv.de" hofft er, Justin Bieber werde sich um ein klareres Bild von Japans militärischer Geschichte bemühen.

dlö / Gala

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