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Julian Reim Matthias Reims Sohn im privaten GALA-Interview

Julian und Matthias Reim
Julian und Matthias Reim
© Action Press
Nach Tochter Marie-Louise Reim will jetzt auch Matthias Reims Sohn Julian Reim als Schlagersänger durchstarten. Im Interview mit GALA erfahren wir mehr über seine Musik und warum der 24-Jährige seinen Vater auch gerne mal spasseshalber den "Weisen Mann" nennt.

Schaut man sich dieses spitzbübische Gesicht ein bisschen genauer an, wird sofort klar, wessen Promi-Sohn wir hier sehen: Julian Reim, 23 Jahre alt und Sohn von Schlager-Star Matthias Reim, 62. Doch genau diese immer wiederkehrende Bezeichnung "Sohn von ..." möchte Julian nun endlich ein bisschen weniger hören und dafür arbeitet er hartnäckig an seiner Karriere - und zwar ebenfalls als Schlagersänger. Gerade hat er nach seiner Debütsingle "Grau" im vergangenen Jahr seinen zweiten Song "Euphorie" veröffentlicht.

Im GALA-Interview erzählt Julian von seiner schmerzhaften Trennung und gibt interessante Details über seine Beziehungen zu Papa Matthias, "Stiefmama" Christin Stark, 30, und Halbschwester Marie-Louise Reim, 20, preis.

Julian Reim: Neue Musik und alte Liebe

GALA: Julian, du hast gerade deine neue Single "Euphorie" veröffentlicht? Worum geht’s und wie kam es zu dem Song?

Julian Reim: Den Song habe ich im Januar geschrieben, als es draußen unfassbar dunkel war. Ich bin absolut kein Winter-Mensch. Außerdem hatte ich gerade eine Trennung hinter mir und war nicht allzu gut drauf.

Julian Reim in der TV Show "Schlagerboom 2019 - Alles funkelt! Alles glitzert!" im November 2019.
Julian Reim in der TV Show "Schlagerboom 2019 - Alles funkelt! Alles glitzert!" im November 2019.
© Action Press

Eines Morgens bin ich dann endlich wieder mit einer Freude im Herzen aufgewacht und die Traurigkeit war weg. Ich habe mir ein gutes Frühstück gemacht, Musik eingeschaltet und angefangen, mitzusingen und zu tanzen. "Euphorie" beschreibt einfach dieses Gefühl, wenn man nach längerer Zeit wieder Musik hören und genießen kann.

Woran ist deine Beziehung zerbrochen?

Ich bin ein sehr harmoniesüchtiger Mensch und habe gemerkt, dass ich mich deshalb manchmal in einer Beziehung kleinmache. Klar ist es wichtig, dass man Kompromisse eingeht, aber wenn man versucht, für die andere Person der perfekte Partner zu sein, verliert man etwas von sich selbst. Das musste ich erst wiederfinden und das war auch in "Euphorie" ein Thema. Sich nicht sagen zu lassen, wie man sich kleiden oder bewegen soll.

Wenn man verliebt ist, und der Freundeskreis oder die Familie rät einem von einer Person ab, übersieht man Probleme auch gerne mal. Ich wünschte, ich wäre in der Hinsicht kritikfähiger, aber am Ende des Tages bin ich nun mal ein hoffnungsloser Romantiker. Ich kämpfe für eine Beziehung so lange, bis es keinen Ausweg mehr gibt.

Hast du das Gefühl, dich mit der zweiten Single schon ein Stückchen mehr von deinem berühmten Vater zu lösen?

Ich habe ja von Anfang an musikalisch mein eigenes Ding gemacht. Natürlich ist mir das Feedback meines Vaters sehr wichtig, aber man kann ja nicht Künstler werden, wenn man jemand anderem nacheifert oder nachäfft.

Ich habe den Nachnamen Reim und ich bin stolz darauf. Ich mache einfach meine Musik. Es liegt an den Leuten da draußen, ob sie mich mögen oder nicht. Erzwingen lässt sich auch mit dem Nachnamen nichts.

Aber es war schon einfacher, einen Fuß in die Branche zu setzen, weil Matthias Reim dein Vater ist, oder?

Natürlich. Normalerweise - wenn man sich dafür entscheidet, Musiker zu werden - läuft man gegen Mauern. Mein Vater hat den Kontakt zu Team33 [Anm. d. Red.: Tonstudio auf Mallorca] hergestellt. Das Gute ist, wenn man so aufwächst wie ich, erfährt man schon sehr früh, dass der Job des Musikers sehr hart sein kann und viel abverlangt.

Matthias Reim: Zwei linke Hände und doch ein Technik-Genie

Dein Vater macht in der Öffentlichkeit einen stets kontrollierten und ordentlichen Eindruck. In welchen Situationen verliert er mal die Kontrolle?

Kontrollverluste hat er sehr wenig ... Höchstens dann, wenn er versucht, einen Ikea-Tisch zusammenzubauen. Aber wer hatte dabei nicht schon mal einen kleinen Wutanfall? Mein Vater hat für sowas einfach zwei linke Hände, aber er ist einfach zu stolz, um aufzugeben. Er zieht das durch und schraubt daran so lange rum, bis er sich selbst bewiesen hat, dass er diesen Ikea-Tisch zusammengebaut hat (lacht).

Es ist schon lustig, zu sehen, dass mein Vater zwar bei so etwas wie dem Zusammenbau eines Ikea-Tisches scheitert, aber er beim Thema Soundsystem irgendwelche Anlagen umschaltet und hochkomplexe Technik versteht.

Du wohnst nun in Köln und nicht mehr bei deinem Vater am Bodensee. Wie oft seht ihr euch jetzt noch?

Ich bin 23 und genieße gerade meine erste eigene Wohnung. Trotzdem telefoniere ich natürlich regelmäßig mit Matthias und Christin. Und es ist immer wieder schön, nach Hause an den Bodensee zu kommen. Ich bin im Jahr vier-, fünfmal dort. Dann trifft sich die ganze Familie und wir sitzen abends zusammen, trinken ein Bierchen und sprechen über unsere Musik. Wir haben mit meinem Vater, seiner Lebensgefährtin Christin und meiner Halbschwester Marie vier Musiker in der Familie.

Christin Stark: "Stiefmama" und beste Freundin

Wie ist dein Verhältnis zu der Lebensgefährtin deines Vaters, Christin Stark?

Tini und ich sind quasi beste Freunde. Ich kann sie ja nicht Stiefmama nennen, sie ist sieben Jahre älter als ich. Als sie in unser Leben getreten ist, war sie genauso alt, wie ich jetzt. Sie und Matthias machen sich gegenseitig sehr glücklich.

Matthias Reim und Christin Stark
Matthias Reim und Christin Stark
© Getty Images

Christin ist näher an deinem Alter von 23 dran als an dem von deinem Vater mit 62. In welchen Situationen merkt man das?

Oh, in so einigen: Ob Social Media, Streamingdienste oder YouTube-Videos ... Während meine Geschwister und ich abends irgendwelche Videos im Netz anschauen, will er einfach nur ins Bett gehen. Meine Schwester hat ihm letztens ein TikTok-Video von einem K-Pop-Star gezeigt und er dann nur so "Ich verstehe das nicht".

Der "Weise Mann" (schmunzelt) ist ja wirklich aus einer ganz anderen Generation. Eine Generation, die ich mir selbst gar nicht vorstellen kann. Wenn er zum Beispiel erzählt, dass er mal in einer Tankstelle gearbeitet hat und dort Benzin eingefüllt hat ... Also, ich kann mich nicht daran erinnern, schon mal gesehen zu haben, wie jemand einer anderen Person den Wagen auffüllt (lacht).

Halbschwester Marie-Louise Reim: Konkurrentin und Verbündete

Deine Halbschwester Marie macht ebenfalls Musik. Was habt ihr für eine Beziehung zueinander?

Unser Verhältnis als Bruder und Schwester hat sich erst in den letzten zwei, drei Jahren aufgebaut. Obwohl wir Halbgeschwister sind, sind wir beide praktisch als Einzelkinder bei unseren Müttern aufgewachsen. Wir haben zwar ganz in der Nähe voneinander gewohnt, aber wir haben uns trotzdem nur mal in den Ferien bei unserem Vater gesehen.

Michelle und ihre Tochter Marie-Louise Reim
Michelle und ihre Tochter Marie-Louise Reim
© Picture Alliance

Erst als wir älter wurden, haben wir das Interesse entwickelt, uns gegenseitig kennenzulernen. Am Anfang war es nur ein Telefonat alle paar Monate mal, heute telefonieren wir wöchentlich, wenn nicht sogar täglich miteinander. Wir treffen uns auch oft, Marie wohnt auch in Köln, nur eine Bahnstation von mir entfernt.

Gebt ihr euch gegenseitig Tipps?

Wir sprechen sehr viel über unsere Musik. Das ist das Praktische, wenn deine Schwester oder dein Bruder auch Musik macht: Man hat immer jemanden, dem man seine Demos zeigen kann.

Verwendete Quellen: eigenes Interview

Gala

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