Jürgen Vogel: Fan der Chaostheorie

Schauspieler Jürgen Vogel hofft darauf, dass alles zusammenbricht, damit aus den Ruinen wieder etwas Positives entstehen kann. 

Jürgen Vogel (44) hat keine Angst um seine Ersparnisse, denn für ihn gibt es wichtigere Dinge im Leben.

"Ich glaube an die Chaostheorie. Und deswegen hoffe ich, dass das passiert, worauf ich schon lange warte: Alles bricht zusammen und wird dann wieder komplett neu aufgebaut. Und letztendlich ist aus allem, was zusammengebrochen ist, etwas Positives entstanden", erklärte der Schauspieler ('Männersache') gegenüber 'Cicero Online'. "Nehmen wir den Euro: Gut, wenn er zusammenbräche, würden wir alles verlieren. Aber dann gibt es auch nichts mehr, was man schützen muss und man kann sich auf das Wesentliche konzentrieren. Ich muss jedes Mal lachen, wenn es wieder heißt, irgendeine Bank steht kurz vor der Pleite. Ja, dann lasst sie doch pleite gehen! Das ist wie falsche Erziehung. Wie kann man Milliarden in etwas reinstopfen, wenn man weiß: Da ist ein Loch!"

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Um seine privaten Ersparnisse hat der Filmstar deswegen auch keine Angst. "Scheiß doch auf die Kohle! Dann back ich mir eben ein Brot! Oder wir tauschen wieder…", lautete seine schlagfertige Antwort.

Dafür sind dem fünffachen Vater andere Dinge wichtiger. Atomkraft und die Profitgier der Politiker, von denen er sagt "Das sind alles Verbrecher!", bringen den gebürtigen Hamburger zum Beispiel so richtig auf die Palme. "Wie konnte man überhaupt Atomenergie machen, ohne ein Endlager zu haben?", erboste er sich. "Das wäre so, als würde ich sagen: Ich möchte jetzt bitte einen riesen Haufen Scheiße produzieren. Ich möchte eine ganze Stadt aus Scheiße bauen! Ich möchte eine Firma gründen und eine gesetzliche Genehmigung dafür bekommen. Und die sagen, ok, und wo entsorgen wir das? Und ich: Keine Ahnung?! Ist doch aber ein riesiges Geschäft!"

Auch durch seinen neuen Film 'Gnade', der am 18. Oktober in die Kinos kommt, machte der Wahl-Berliner bei den Dreharbeiten am Eismeer in Norwegen "alle existenzielle Erfahrungen", die er für so viel wichtiger hält als Geld und Luxus. "Man ist hier sehr mit sich selbst beschäftigt, weil man sich den ganzen Tag extrem spürt, allein durch das Frieren. Der Körper arbeitet permanent gegen etwas, er kämpft, die ganze Zeit. Du versuchst ständig, dein Gesicht aus dem Wind zu nehmen. Deine Stimme wird brüchig, das Sprechen strengt an. Aber irgendwann steigt die Sonne Richtung Horizont", erkannte Jürgen Vogel in der Kälte.

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