Judith Williams Ehe-Modell: Sie macht Karriere, er hält ihr den Rücken frei

Judith Williams ist Erfolgsfrau. Ihr Mann steckt für sie beruflich zurück. Wie klappt das? Wir fragten das Paar 

Patchwork-Eltern: Judith Williams und Alexander-Klaus Stecher teilen ihr Leben mit vier Kindern, drei davon aus früheren Beziehungen 

Der Frühstückstisch im Hamburger "Atlantic"-Hotel ist reich gedeckt. Als GALA Judith Williams, 46, und ihren Ehemann Alexander-Klaus Stecher, 50, trifft, genießen sie ihren Cappuccino – und den Blick auf die Alster. 

Judith Williams: Ihr Mann steht hinter ihrer Karriere 

Sie sind seit 2011 verheiratet, nennen einander "Schatzi" und wirken wie frisch verliebt. Das Paar lebt mit den Töchtern Sophia, 14 (aus einer früheren Beziehung von Williams) und Angelina, 9, sowie teilweise mit Stechers Söhnen aus erster Ehe, Vincent, 18, und Laurin, 16, in Oberbayern. Für seine Ehe hat der "Rosamunde Pilcher"-Star Stecher viel aufgegeben. 

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©Gala

GALA: Wer ist verrückter in Ihrer Ehe? 

Judith Williams: (schaut zu ihrem Mann) Das darfst du ruhig beantworten, ich werde nicht gekränkt sein. 

Alexander-Klaus Stecher: Ich dachte ja immer, ich selber sei ziemlich crazy – dann habe ich Judith kennengelernt. Sie sprudelt vor Ideen, und wenn sie gerade keine hat, dann tanzt sie oder liest ein Buch vor oder singt. Sie performt eigentlich den ganzen Tag, ohne es zu merken. 

GALA: Und wer macht den Haushalt? 

Stecher: Wir haben eine Haushälterin und eine Nanny

Williams: Das ist ein Luxus, den ich mir gönne. Ich möchte nicht nach Hause kommen und meinen Kindern sagen müssen: "Warte, ich räume erstmal die Geschirrspülmaschine aus!" 

Stecher: Dabei tust du das. 

Williams: Ja, am Wochenende. Denn das gehört uns. Da ist nur die Familie daheim, da legen wir Wert drauf. Dann backe ich Kuchen, wir gehen zum Sport oder machen eine Fahrradtour. 

Stecher: Und Frühstück! Unsere Haushälterin und unsere Nanny kommen immer erst später. Der Morgen gehört uns als Familie. Judith macht spektakuläre Pfannkuchen und ich die Smoothies. Wenn alles fertig ist, läute ich die Glocke, und die Mädchen wissen, dass sie runterkommen können. 

GALA: Verwöhnen Sie Ihre Töchter? 

Williams: Ja, mit Liebe und Aufmerksamkeit. Aber der finanzielle Reichtum darf für die Kinder nicht spürbar sein. Ich bin meinen Eltern heute noch dankbar, dass ich mir meinen Führerschein selbst erarbeiten musste und dadurch das Gefühl haben durfte: Das habe ich mir verdient. 

GALA: Viele Männer haben Probleme mit erfolgreichen Frauen. 

Stecher: Ich nicht, ich wollte das ja so. Ich habe so viel gemacht, bevor ich sie kennenlernte: Ich hatte eine eigene Fernsehshow, habe viel moderiert und Filme gedreht. Wenn du eine ernsthafte Beziehung willst, dann ist es wichtig einzusehen, dass nicht beide gleichzeitig Karriere machen können. Einer muss sich zurücknehmen. Was natürlich nicht heißt, dass ich meinen Beruf als Moderator, Schauspieler und Sänger gänzlich aufgegeben habe. 

Multitalent: Judith Williams war "Let’s Dance"- Kandidatin, ist Jurorin bei "Die Höhle der Löwen" und Autorin (neu: "Wie Träume fliegen lernen", Ariston, 224 S., 20 Euro) 

GALA: Aber Sie machen weniger? 

Stecher: Ja, ich stecke für Judith zurück. Ich habe das vor ein paar Jahren entschieden, um als Manager für sie da zu sein. Ich kann sagen: Meine Frau ist ein Fulltime-Job! (lacht) 

GALA: Das hat Größe. 

Williams: Ja, unglaublich. Das weiß ich sehr zu schätzen. 

Stecher: Am Anfang unserer Beziehung sagten die Leute immer: "Herr Stecher, wer ist das da neben Ihnen? Ach so, Ihre Frau. Könnten Sie zur Seite gehen? Wir brauchen ihn alleine." Heute ist es umgekehrt. Ich werde jetzt gebeten, zur Seite zu gehen. Ich sollte ein Buch schreiben: Wie es sich anfühlt, der Mann hinter einer erfolgreichen Frau zu sein. 

GALA: Wie sorgen Sie für Romantik? 

Williams: Wenn wir etwa auf Geschäftsreise in London sind, genießen wir zu zweit eine schöne Tea Time... 

Stecher: ...und sitzen dann da wie zwei frisch Verliebte. 

Williams: Manchmal haben wir nur eine halbe Stunde zu zweit, aber das dafür oft. So schaffen wir Nähe. 

GALA: Frau Williams, fühlen Sie sich als "Working Mom" von anderen Müttern ausgegrenzt? 

Williams: Ja. Frauen meiner Generation haben noch dieses schlechte Gewissen: Ich muss zu Hause sein, sonst bin ich keine gute Mutter. Das tut mir unendlich leid. Jede sollte selber entscheiden und auf ihre innere Stimme hören dürfen. Ich glaube, aus diesem Frust heraus kommen die bissigen Bemerkungen, die ich mir anhören muss.

GALA: Inwiefern war es gut, dass Sie früh wieder gearbeitet haben? 

Williams: Weil ich authentisch ich selbst sein konnte. Wir Frauen sollten uns nicht verstellen müssen. Kinder brauchen ein Vorbild – nicht jemanden, der den ganzen Tag händchenhaltend neben ihnen sitzt. Hätte ich zu Hause bleiben müssen, wäre ich eine schreckliche, unzufriedene Mutter geworden. 

GALA: Sind Sie Ihren Kindern jemals peinlich? 

Williams: Total! Letztens sagte Sophia vor der Schule, dass ich sie auf keinen Fall mehr zum Abschied küssen darf. Ich antwortete: "Okay, aber dann lass uns ein Handzeichen absprechen. Das bedeutet: Ich liebe dich, hab einen tollen Tag, du kannst alles schaffen!" So ein Handzeichen haben wir jetzt. 

GALA: Was finden Sie an Ihrem Mann am tollsten? 

Williams: Oh, ganz viel! Ich liebe seine elegante Art. Und er gibt mir immer das Gefühl, unendlich wichtig zu sein. 

Höhle der Löwen 2018

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