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Judith Williams GALA-Interview zur neuen Staffel "Die Höhle der Löwen"

Judith Williams
© Getty Images
Judith Williams spricht im GALA-Interview über die Veränderungen in der neuen Staffel "Die Höhle der Löwen" und ihre achtjährige Ehe mit Alexander-Klaus Stecher.

Sie ist die dienstälteste Löwin in der beliebten Gründershow "Die Höhle der Löwen": Judith Williams, 48. Seit der ersten Folge im Jahr 2014 gilt die Unternehmerin als erste Wahl, wenn es um Themen wie Kosmetik, Mode und Beauty geht. Doch die ehemalige Opernsängerin ist alles andere als festgefahren und investiert auch in Erfindungen, die außerhalb ihrer Kernkompetenz liegen.

Wie wichtig Judith Williams Veränderungen sind, wie sich die Coronakrise auf die neue Staffel "Die Höhle der Löwen" ausgewirkt hat und wie sich Neu-Investor Nico Rosberg, 35, geschlagen hat, erzählt die Investorin im Interview mit GALA. Außerdem verrät die geborene US-Amerikanerin, warum Schauspieler Alexander-Klaus Stecher, 52, genau der richtige Mann für sie ist und was für sie eine gute Ehe ausmacht.

Judith Williams: Große Veränderungen bei "Die Höhle der Löwen"

GALA: Frau Williams, Sie sind von Beginn an bei "Die Höhle der Löwen" dabei. Seitdem hat sich in dem Format viel getan. Wie gehen Sie damit um?

Judith Williams: Ich bin grundsätzlich ein Mensch, der die Veränderung regelrecht sucht. Das macht das Leben bunter und vielseitiger - ob in meinem Business oder bei "Die Höhle der Löwen". Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man bequem und alles berechenbar wird. Um innovativ zu sein, muss das Leben abenteuerlich sein und in Bewegung bleiben.

Eine Veränderung in der aktuellen Staffel ist vor allem Nico Rosberg als Neu-Investor. Wie ist Ihr Eindruck nach den Dreharbeiten?

Nico bringt noch einmal frischen Wind in die Löwenhöhle. Außerdem verblüfft er vor allem die Herren in der Runde. Einige von den Investoren sind ja schon etwas senioriger unterwegs (lacht).Nico ist vom Alter aber auch von seinem Arbeitsbereich her sehr windschnittig - so nenne ich es jetzt mal. Er ist unheimlich sympathisch, traut sich aber auch, Dinge zu machen, die anders sind und sie beim Namen zu nennen. Und er denkt nicht als erstes daran, gut rüberzukommen, sondern ans Business. 

Carsten Maschmeyer, Nils Glagau, Ralf Dümmel, Georg Kofler, Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Nico Rosberg in "Die Höhle der Löwen" auf VOX und TVNow
Carsten Maschmeyer, Nils Glagau, Ralf Dümmel, Georg Kofler, Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Nico Rosberg in "Die Höhle der Löwen" auf VOX und TVNow
© TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Sie haben in der Vergangenheit gerne gemeinsame Deals mit Frank Thelen gemacht. Ist es deswegen für Sie besonders schwer, dass er nun nicht mehr dabei ist?

Frank, seine Frau, mein Mann und ich sind mittlerweile vor allem privat sehr gut miteinander befreundet. Beim gemeinsamen Investieren geht es darum, sich als Team komplementär zu ergänzen. Wenn ich all das kann, was der Löwe neben mir auch kann, macht eine gemeinsame Investition keinen Sinn.

In dieser Staffel bin ich als Frau so selbstbewusst, dass ich sagen kann, ich brauche eigentlich niemanden neben mir. Die erfolgreichsten Deals - wie zum Beispiel "Bitterliebe" - habe ich alleine gemacht. Ich mache meine Deals am liebsten alleine (lacht).

Inwiefern hatte die Coronakrise Auswirkungen auf die neue Staffel "Die Höhle der Löwen"?

Wir haben vor und nach Corona gedreht. Man wird es aber erkennen. Die Folgen, in denen wir die Gründer noch umarmen, haben wir davor gedreht. Es ist so, dass Geschäftsmodelle durch Corona zusammengestürzt sind, weil zum Beispiel Gründer aus Österreich nicht anreisen konnten oder bei den Pitches eigentlich körperliche Nähe erforderlich gewesen wäre.

Aber so, wie sich die wirtschaftliche Lage auf der Welt gewandelt hat, so werden sich die Start-ups auch wandeln müssen. Die Gründer-Ideen, die vor Corona entstanden sind, müssen auch nach Corona noch bestehen können. Das Digitale hat natürlich geboomt, jetzt noch mehr als vorher. Wir wissen alle, das ist unsere Zukunft.

Familie und Arbeit in der Coronakrise

Wie haben Sie die Coronakrise sowohl privat als auch beruflich erlebt?

Mich berühren die vielen Toten und deren Familien, die Menschen, die körperliche Einschränkungen erlitten haben oder deren berufliche Basis zusammengebrochen ist. Gott sei Dank ist meine Familie von solchen Schicksalen verschont geblieben.

Ich habe es sogar genossen, 24 Stunden am Tag zu Hause zu sein und so viel Zeit mit meinem Mann und den Kindern zu verbringen. Wir befinden uns quasi immer noch in einem selbst herbeigeführten Lockdown. Ich bin sonst jeden Monat einmal nach London geflogen, zuletzt im Februar. Jetzt sende ich von meinem Badezimmer aus in die ganze Welt - ob es Russland, Irland, Schottland oder England ist. Mein Badezimmer ist zum Fernsehstudio geworden.

Aus dem Badezimmer?

Ja, weil sich dort meine ganze Kosmetik befindet. Ein Badezimmer ist ja viel intimer als ein Fernsehstudio. Dadurch entsteht eine ganz andere Kundennähe, die ich sonst nur habe, wenn ich auf die Straße gehe. Ich liebe es, wenn mich zum Beispiel jemand anspricht und sagt "Ach Judith, schau mal, hier habe ich einen Pickel. Welche Creme soll ich verwenden?"

Das machen die Menschen wirklich?

Ja, ständig. Wenn ich auf einer Party bin, ist das wie mit einem Orthopäden, den man wegen seiner Rückenprobleme anhaut. Bei mir wollen die Leute halt Tipps zu ihrer Haut oder zu möglichen Geschäftsideen. Das finde ich toll. Ich bin fast enttäuscht, wenn ich merke, dass mich Leute zwar erkennen, aber sich nicht trauen, nachzufragen.

Die "perfekte" Ehe mit Alexander-Klaus Stecher

Sie und Ihr Mann Alexander-Klaus Stecher haben gerade Ihren achten Hochzeitstag auf Capri gefeiert. Wie war’s?

Wir hatten einen wunderschönen Tag zusammen mit den Kindern. Mein Mann und ich feiern den Hochzeitstag zwar jedes Jahr, aber wir sind uns nie einig, ob es gerade der achte, neunte oder vielleicht doch schon der zehnte Hochzeitstag ist (lacht). Wir sehen das aber auch nicht so eng und machen unsere Ehe nicht an einer Zahl fest, es fühlt sich einfach gut an …

Warum war Alexander-Klaus Stecher der richtige Mann für Sie?

Ich hatte immer das Gefühl, von meinen früheren Beziehungen beruflich gebremst worden zu sein. Mein Mann hat jedoch meine Talente bewundert und immer gefördert, mich bestärkt und viele interessante Aufgaben an mich gestellt, an denen ich sogar wachsen konnte. Er unterstützt mich auch in meinen Ideen und Träumen und ist zur rechten Zeit der Manager, der die Fäden zieht, die Verträge verhandelt und zu meinem Besten agiert. Das ist Partnerschaft at it´s best, privat und beruflich!

Judith Williams und Alexander-Klaus Stecher
Judith Williams und Alexander-Klaus Stecher
© Getty Images

Was ist nach Ihren Erfahrungen in einer Ehe besonders wichtig?

Geduld, Verständnis und Wertschätzung. Dass man sich in die Lage des anderen versetzen kann und ihn nicht verbiegen will. Man muss nicht immer einer Meinung sein, um sich zu lieben. Das Schöne ist doch die Weiterentwicklung in einer Beziehung. Und auch wenn sich der Partner nicht groß weiterentwickeln möchte, kann ich ihn trotzdem lieben und ihn sich so entwickeln lassen, wie er möchte.

Auf Instagram geben Sie gerne einen Einblick in Ihren Familienalltag. Zuletzt haben Sie und Ihr Mann sich um ein Handy-Ladekabel gestritten. Sind solche Szenen auch ein bisschen überinszeniert?

Natürlich ist das überinszeniert. Mein Mann ist ja auch noch Schauspieler und auch meine Wurzeln liegen auf der Bühne. Wir scheuen uns nicht, zu zeigen, wie das normale Leben ist und nehmen uns dabei sehr gerne mal auf die Schippe. Die Kommentare der User zeigen, dass viele genau das Gleiche im Alltag erleben. Das kommt in den besten Familien vor und wird von uns witzig inszeniert. Der Humor ist in einer Beziehung so wichtig. Das Doppel-L sozusagen: Lachen und Liebe.

Verwendete Quellen:eigenes Interview

Gala

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