Judi Dench: Ihre Augen lassen sie im Stich

Die Oscar-Gewinnerin Judi Dench hat erstmals über ihr schlimmes Augenleiden gesprochen. Die 77-Jährige ist bereits fast blind, steht aber trotzdem weiterhin vor der Kamera

James Bond

Die Frauen des 007

Die bislang eher unbekannte spanisch-kubanische Schauspielerin Ana de Armas ist als Bond-Girl bestätigt worden. Mit Rami Malek gehört sie zum neuen Cast der Action-Reihe und wird im April 2020 auf Großleinwand zu sehen sein. 
Monica Bellucci brach die Bond-Girl-Kriterien und beweist heute noch, dass Frauen auch jenseits der 20 begehrenswert sind. Im Alter von 51 Jahren stand sie für "Spectre" vor der Kamera und ließ so manche jüngere Schauspielkollegin alt aussehen. 
Stephanie Sigman 2015 in "Spectre"
Léa Seydoux 2015 in "Spectre"

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Es ist ein Geständnis, das Filmfans schockt: Die Oscar-Gewinnerin Judi Dench hat teilweise ihr Augenlicht verloren. Die 77-Jährige gab in einem Interview mit dem britischen "Daily Mirror" erstmals öffentlich zu, an einer schweren Augenkrankheit zu leiden.

"Ich kann Ihr Gesicht überhaupt nicht erkennen, aber ich sehe Umrisse", sagte Dench zu ihrem Interview-Partner. Sie sehe dafür den hinteren Teil des Raumes besser. Die Schauspielerin leidet nach eigener Aussage an einer sogenannten Makuladegeneration, einer Augenkrankheit, die im Alter auftritt. Schon bei ihrer Mutter sei dies diagnostiziert worden.

Denchs Leiden ist bereits ziemlich weit fortgeschritten. "Ich kann keine Drehbücher mehr lesen, wegen meinem Ärger mit den Augen", erzählt sie. Doch das hindert die Britin nicht daran, trotzdem ihren Beruf weiterzuverfolgen. "Jetzt kommt eben jemand vorbei und liest sie mir vor. Meist ist es meine Tochter, mein Agent oder ein Freund. Ich mag das sogar, weil ich mir dabei die Geschichte im Kopf vorstellen kann."

Dench hofft, dass ärztliche Behandlung die Krankheit zumindest aufhalten kann, damit sich der Zustand ihrer Augen nicht verschlechtert. Denn noch kann sie als Schauspielerin arbeiten: Gerade steht sie zum siebten Mal in ihrer Paraderolle als Geheimdienstchefin "M" für den neuesten "James Bond"-Film vor der Kamera.

"Das Schlimmste ist, dass ich abends im Restaurant nicht sehe, mit wem ich gerade esse", erzählt Judi Dench vom Leben mit der Krankheit. "Und ich kriege nicht mehr mit, wenn jemand auf der Bühne einen Lachanfall bekommt. Ich merke dann immer, dass etwas los ist aber kann es nicht sehen und das macht mich wütend."

Trotzdem habe sie sich bereits an ihren Zustand gewöhnt. Denn Judi Dench lässt sich nicht unterkriegen, sondern nimmt ihr Schicksal an. Schon bald will sie sich ein digitales Lesegerät kaufen, damit sie vielleicht doch wieder selbst Bücher lesen kann.

sst

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