Jonathan Klinsmann: Den Ehrgeiz hat er vom Vater

Jonathan ­Klinsmann will in der Fußball-Bundesliga punkten. Doch der berühmte ­Name ­allein reicht da nicht aus

Jonathan Klinsmann

Einstieg bei Hertha

Seine 1,94 Meter machen gleich Eindruck, als er in den Presseraum auf dem Hertha-BSC-­Gelände kommt. Jona­than Klinsmann, 20, misst fast 15 Zentimeter mehr als sein Vater. Aber der war einst ja auch Goalgetter – Jonathan dagegen ist Torwart. Seit acht Monaten gehört der Sohn von Fußball-Legende Jürgen Klinsmann, 53, und dessen Frau Debbie, 46, einer US-Amerikanerin, zum Kader des Ber­liner Erstligisten. Jetzt wurde er offiziell vorgestellt Die ­Fragen der vielen Jour­nalisten beantwortet er souverän und klar. Allerdings auf Englisch.

Deutschunterricht für Jonathan

Klinsmann jr. ist in Kalifornien auf­­gewach­sen, und zu Hause wurde kein Deutsch gesprochen. Verstehen kann er schon sehr viel, denn er nimmt seit ­2017 Unterricht. "Ich kann mich aber noch nicht so aus­drücken, wie ich es möchte", sagt er zu GALA. "Ich lerne weiter." Jonathan wurde 1997 in München geboren. Sein Vater spielte damals beim FC Bayern. Als Jürgen Klinsmann dann 2008 für ein Jahr Trainer in München wurde, lebte auch Jonathan wieder dort. Nun würde er in Deutschland gern das sportliche Erbe seines Vaters antreten.

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Jonathan ist seinem ­Dad, Ex-National­trainer und Weltmeister ­Jürgen Klinsmann, wie aus dem Gesicht geschnitten.

So geht er mit Kritik um

Allerdings läuft nicht alles rund, und das, obwohl sein nächstes Ziel eh niedrig gesteckt ist: Er möchte zweiter Ersatztormann bei Hertha werden. Gerade bekam er heftige Kritik des Torwarttrainers zu ­hö­ren, für ihn der wichtigste An­sprechpartner im Verein. Zsolt Petry ­attestiert ­Jonathan zwar großes Talent, doch es gebe Defizite in der Persönlichkeits­entwicklung. "Das fokussierte deutsche Arbeiten hat ihn noch nicht ganz erreicht. Er spricht wenig mit den Mitspielern, ihm fehlt die Körpersprache. Er ist noch zu amerikanisch." Die harten Worte versucht Jonathan als Motivation zu nehmen. Bei seinem Vater holt er sich oft Rat, denn: "Auch ich bin ehrgeizig und will es hier schaffen."

Jetzt muss er sich bewähren

Aktuell hat er daher kaum etwas ­anderes als Fußball im Kopf, obwohl seine Interessen breit gefächert sind. Kunst zum Beispiel. Er schrieb sich sogar an der Uni­versität in Berkeley für das Fach ein. "In Berlin hatte ich leider noch keine Zeit, in ­Museen zu gehen", sagt er. Und wie ist es mit dem Heimweh? Vermisst er die Familie? Für ihn ist das kein großes Problem. "Am College habe ich ja auch schon ohne sie gelebt." Also kann er sich nun ganz und gar auf das Wichtigste konzentrieren, das Training. Bis 2019 hat er Zeit, sich zu bewähren. So lange läuft sein Vertrag bei Hertha.

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