Jonah Hill: Oscar-Rolle gegen Mindestlohn

Jonah Hill hat verraten, dass er für seine Rolle in "The Wolf of Wall Street" nur den Mindestlohn von umgerechnet 44.000 Euro bekam - immerhin sprang jetzt auch eine Oscar-Nominierung für ihn raus

Für "The Wolf of Wall Street" einmal mit seinem Idol, dem Regisseur Martin Scorsese, zusammenarbeiten zu können, war Jonah Hill mehr wert als jede Gage: Wie der Schauspieler laut "dailymail.co.uk" in einem Radiointerview mit Howard Stern verriet, habe er sich nur 60.000 US-Dollar zahlen lassen (umgerechnet etwa 44.000 Euro) - laut seinen Aussagen ist das der Mindestlohn, den die Screen Actors Guild, die Schauspielergewerkschaft, vorschreibt.

Wie viel genau sein Filmpartner Leonardo DiCaprio als Gage für "The Wolf of Wall Street" verbuchen konnte, ist nicht bekannt. Geht man von ähnlichen Bezahlungen wie bei seinen bisherigen Filmen aus, wird DiCaprio aber sicher eine Summe im zweistelligen Millionenbereich eingestrichen haben. Von solch einer Bezahlung hätte Jonah Hill nicht einmal zu träumen gewagt. Im Gegenteil, er hätte sogar noch etwas dazu gegeben: "Ich würde mein Haus verkaufen und ihm [Scorsese, die Red.] all mein Geld schenken", erläuterte der 30-Jährige. Dass er so wenig Geld erhalten hat, bereut der Schauspieler nicht: "Ich würde es sofort noch einmal genau so machen".

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In seiner Beschreibung hört sich der Abschluss des Deals mit den Produzenten des Film so an, als sei er direkt einer Slapstick-Komödie entsprungen: "Sie haben mir den Mindestlohn geboten", erklärte Jonah Hill, "Und ich dann so: 'Ich unterschreibe sofort. Faxen Sie mir die Papiere noch heute Abend, ich werde Sie noch heute unterschreiben". Er habe nicht einmal eine Nacht darüber geschlafen. "Ich wollte den Vertrag noch vor dem Zu-Bett-gehen unterschreiben. Nicht, dass sie auf die Idee kommen und sich das Ganze noch einmal überlegen...", erzählte er weiter in dem Radiointerview, wie "dailymail.co.uk" zitierte.

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Immerhin: Vergangene Woche wurde bekanntgegeben, dass Jonah Hill für einen Oscar nominiert wurde - die Rolle des "Donnie Azoff", bester Freund und Partner in Crime des Wall-Street-Betrügers "Jordan Belfort", hat sich für ihn schon auf eine andere Weise gelohnt. "Ich spiele verdammt nochmal in einem Martin-Scorsese-Film mit und wurde gerade für einen Oscar nominiert. Ich glaube, ich drehe durch. Ich glaube, ich habe einen Schock erlitten!", beschrieb Hill seinen Gemütszustand.

Jonah Hill (als "Donnie Azoff") und Leonardo DiCaprio (als "Jordan Belfort") in "The Wolf of Wall Street".

Als er mitbekommen hatte, dass er für einen "Academy Award" nominiert worden war, twitterte er sofort, um seine Freude mitzuteilen. "Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich nominiert wurde. Danke an die Academy und Gratulation an meine Mit-Wölfe Leonardo DiCaprio, Mr. Scorsese und Terry [Drehbuchautor, die Red.]". Die Nachricht von der Nominierung habe ihn völlig überrascht, er hätte damit niemals gerechnet, verriet er im Gespräch mit Howard Stern.

Jonah Hill konnte sich bereits 2012 in die engere Auswahl für den begehrten Filmpreis spielen. Er überzeugte die Jury mit seiner Rolle in dem Sportlerdrama "Moneyball" mit Brad Pitt, musste sich am Ende aber seinem Kollegen Christopher Plummer geschlagen geben.

Den in Los Angeles geborenen Schauspieler kennt man bislang vor allem aus ausgeflippten Komödien wie "Männertrip" (2010), "21 Jump Street" (2012) und "This is the End" (2013). Es scheint ganz so, als sei Jonah Hill der Spaß beim Dreh wichtiger als die Gage, die am Ende für ihn herausspringt. Es ginge ihm beim Filmemachen generell nicht um Geld, bekräftigte er noch einmal in seinem Interview mit Howard Stern: "Hauptsache, ich kann meine Miete zahlen und irgendwann einmal eine Familie damit unterhalten."

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