Johnny Depp im Interview: Die Wahrheit über Alkohol und Schulden

Hollywood-Star Johnny Depp hat in einem neuen Interview ausgepackt: Über die Folgen seiner Scheidung von Amber Heard und seine Pleite

Aktuell ist Johnny Depp, 55, mit seiner Band "Hollywood Vampires" auf Tour und sorgte zuletzt vor allem mit seinem Aussehen für Schlagzeilen. Abgemagert und blass wirkte er auf den Fotos. Für neue, erschütternde Aussagen sorgt er nun in einem Interview mit dem "Rolling Stone". Offen wie nie spricht er darin über seine Pleite und das Scheitern seiner Ehe mit Schauspielkollegin Amber Heard, 32. Das Interview fördert ein trauriges Bild zutage, von einem gefallenen Hollywood-Star.

Johnny Depp konnte den Schmerz nicht ertragen

Die Scheidung von Amber Heard ging keineswegs spurlos an Depp vorüber, er sei danach in eine akute Depression verfallen. "Ich war so tief unten wie ich es nur sein konnte. [...] Ich konnte den Schmerz nicht jeden Tag ertragen", erinnert sich der Schauspieler. Er ging auf Tour und fing an, an seiner Biografie zu arbeiten. "Ich habe mir morgens Wodka eingeschenkt und begann zu schreiben, bis ich vor lauter Tränen die Seite nicht mehr sehen konnte", so Depp.

Über 30.000 Dollar für Wein

"Ich habe versucht herauszufinden, was ich getan habe, um das zu verdienen. Ich habe versucht, freundlich zu allen zu sein, allen zu helfen und ehrlich zu sein. Die Wahrheit ist mir am wichtigsten. Und trotzdem ist all das passiert."

Die Wahrheit packt er auch über die Kosten für seinen Alkoholkonsum aus. Gerüchten zufolge, soll er allein für Wein pro Monat 30.000 Dollar (rund 25.900 Euro) hingeblättert haben. "Es ist beleidigend zu sagen, dass ich 30.000 Dollar für Wein ausgegeben habe", meint Depp und fügt hinzu: "Weil es weit mehr war". Das dürfte wohl nur einer von vielen Gründen sein, die zu seiner Pleite geführt haben. 

Johnny Depp

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Er steckt tief in der Finanz-Misere

Der Artikel vom "Rolling Stone" verdeutlicht zudem die fatale Finanzlage des Hollywood-Stars. Rund 650 Millionen Dollar (rund 561 Millionen Euro) soll er während seiner Karriere an Vermögen angehäuft haben. Doch nun sei so gut wie alles weg. Schuld daran seien allerdings andere, er verklagt seinen ehemaligen Business Manager Joel Mandel und dessen Bruder Robert wegen Fahrlässigkeit, Verletzung der Treuepflicht und Betrug. Die beiden bestreiten jegliches Fehlverhalten und haben mit einer Gegenklage reagiert: Depp habe seinen mündlichen Vertrag mit ihrer Firma "The Management Group" gebrochen.

Finanzierung der Familie

Es geht um Millionen, horrende Mietsummen und nicht bezahlte Steuern. "Ich hatte keine Ahnung", gibt sich Depp unschuldig. Doch er korrigiert die Berichte, dass es drei Millionen Dollar (rund 2,5 Millionen Euro) gekostet habe, die Asche seines verstorbenen Freundes, Hunter S. Thompson (1937-2005), aus einer Kanone abzufeuern. "Es waren fünf Millionen Dollar", klärt er auf. Nicht nur Depp selbst tätigt extravagante Ausgaben, auch seine Familie lebt scheinbar auf seinen Kosten. Er zahlt demnach nicht nur den Unterhalt für die Familienfarm, sondern auch Schmuck und andere Konsumgüter.

Welche Aussagen stimmen?

Mutter Betty Sue starb im Jahr 2016. Die Farm wird nun von anderen Familienmitgliedern bewohnt. "Sie denken, dass ich mich für immer um alles kümmern werde und dass die Farm nun ihnen gehört. Aber dieses Versprechen habe ich ihnen nie gegeben", stellt Depp klar. Warum er ihnen nicht einfach den Geldhahn zudreht? Das sei nicht sein Job. Dafür habe er Mandel und Co. schließlich bezahlt. Die wiederum behaupten, der Schauspieler habe das nicht gewollt.

Stolz auf seine Kinder

Darin scheint ein großes Problem zu liegen, dass Depp keinerlei Überblick über seine Finanzen hatte. Ob das nun sein Verschulden oder das seines Teams war, ist wohl nicht mehr nachzuvollziehen. Generell erweckt das Interview eher den Eindruck, dass ihn die Pleite selbst nur wenig tangiere. Was den Hollywood-Star dagegen tief getroffen hat: "Mein Sohn musste von Kindern in der Schule erfahren, dass sein alter Herr all sein Geld verloren hat. Das ist nicht richtig". Seine Kinder Jack, 16, und Lily-Rose, 19, scheinen so ziemlich das Einzige zu sein, auf das Johnny Depp noch stolz ist. Die beiden stammen aus seiner Beziehung mit der französischen Schauspielerin Vanessa Paradis, 45. 

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