Johnny Depp: Wer trägt die Schuld(en)?

Der Streit um seine Millionen wird zum Präzedenzfall in Hollywood

Filmreifer Streit

Es ist ein Fight, der in die Hollywood-Geschichte eingehen könnte. Doch er findet nicht auf der Leinwand statt. Johnny Depp, 53, liefert sich derzeit einen erbitterten Kampf mit seinem ehemaligen Beraterteam The Management Group (TMG), das 13 Jahre lang sein Vermögen verwaltet hat. In dem Zeitraum nahm der Megastar, der nach wie vor die Riege der bestverdienenden Schauspieler anführt, 650 Millionen Dollar ein. Von diesem Geld ist nicht mehr viel übrig: Depp soll rund 40 Millionen Dollar Schulden haben.

Er klagt wegen Betrug

Daher verklagte er die Finanzberater wegen Betrugs und Verletzung treuhänderischer Pflichten auf 25 Millionen Dollar. Er sei über seine kritische Finanzlage nicht informiert worden, behauptet Depp.

Gab er zu viel Geld aus?

TMG wiederum weist die Schuld von sich und reichte eine Gegenklage ein. Man habe Depp immer wieder gebeten, seine Ausgaben zu drosseln, er habe sich aber beratungsresistent oder schlichtweg nicht ansprechbar gezeigt.

So viel soll er zurückzahlen

Rückwirkend soll der Star nun Anteile seines Einkommens für den fünften Teil von "Fluch der Karibik" (ab 25. Mai im Kino), für den er rund 100 Millionen Dollar kassiert hat, als Honorar an die Firma abführen – obwohl es keine schriftliche Vereinbarung gibt. Diese Praxis ist üblich in Hollywood. Es gilt als ungeschriebenes Gesetz, dass Anwälte einen Teil vom Honorar ihres Klienten bekommen. In Depps Fall behielt sein Agent zehn Prozent der Einnahmen, Anwalt Jake Bloom und Business-Manager Joel Mandel jeweils weitere fünf.

Wird der Streit zum Präzedenzfall?

Völlig unrechtmäßig findet Depps neuer Anwalt Adam Waldman das Prozedere und geht gerichtlich dagegen vor. Ein Präzedenzfall, der eine Klageflut nach sich ziehen könnte, sollten weitere Stars gegen diese Praxis aufbegehren.

Wie kostspielig lebt er wirklich?

Dass Depp einen kostspieligen Lebenswandel führt, ist unbestritten: Eine Inselgruppe, die Instandhaltung seiner fünf Anwesen, Unterhalt für Vanessa Paradis, 30.000 Dollar für Wein – allein seine Fixkosten sollen sich auf zwei Millionen Dollar monatlich belaufen. Zudem besitzt er etwa 200 Kunstwerke von Warhol und Klimt, schenkte Ex Amber Heard Schmuck für 400.000 Dollar. Er sagte dazu: "Wenn ich 15.000 Wattebäusche kaufen möchte, tue ich das." 

Neuerdings schlägt er jedoch nachdenklichere Töne an. Was er seinem jüngeren Selbst raten würde, wurde er gefragt. Seine Antwort: 

Steig so schnell wie möglich aus diesem Business aus.

Hotties von damals im Wandel

In die Jahre gekommene Sexsymbole

Auf dem Weg zur Show "Jimmy Kimmel Live!" erwischen Paparazzi diesen etwas in die Jahre gekommenen Schauspieler. In lässiger Jeans und einem schicken Hemd geht der 51-Jährige in die TV-Studios. Doch welches ehemalige Sexsymbol zeigt sich hier mit neuem Wohlfühlgewicht und grauem Bart?
Es ist tatsächlich Matt LeBlanc, der in der Erfolgsserie "Friends" als Joey den Frauen vor den TV-Geräten den Kopf verdreht. Dieses Foto zeigt Matt LeBlanc im Jahr 1995 als Frauenschwarm.
Ok, darüber, wieviel Sexappeal der "Sex Pistols"-Frontmann Johnny Rotten in seinen besten Punk-Zeiten besaß, ließe sich streiten, eine Musik-Legende ist er nichtsdestotrotz. Heute selbstverständlich auch noch, allerdings hat sich seine äußere Erscheinung seit diesem Bild von 1977 doch ein wenig verändert.
Geblieben sind Johnny Rotten, der eigentlich John Lydon heißt, die roten Haare. Von einem rebellischen Punk scheint aber ansonsten nicht mehr allzu viel in ihm zu stecken. Mit schwarz-weiß-gestreifter Couch-Kartoffel-Kombi ist er am Flughafen von L.A. tatsächlich kaum wiederzuerkennen. 

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