Johnny Depp: Er entschuldigt sich für geschmacklosen Trump-Witz

Mit einem Mord macht man keine Witze, mit einem Mordanschlag auf einen Präsidenten schon gar nicht. Johnny Depp hat aber genau das getan - und sich nun dafür entschuldigt 

Wenn das ein Witz sein sollte, ging er mächtig daneben: Johnny Depp, 54, machte beim Glastonbury Festival in England eine seltsame Andeutung, bei der es um einen Anschlag auf den US-Präsidenten Donald Trump, 71, ging. Als der Hollywood-Star die Bühne betrat, sagte er: "Ich finde, wir sollten Trump herholen". Das ist unter anderem in einem Video der Webseite "TMZ" zu sehen.

"Wann hat ein Schauspieler einen Präsidenten ermordet?

Als aus dem Publikum daraufhin vereinzelt Buh-Rufe kamen, fügte Depp schnell hinzu: "Ihr versteht mich falsch. [...] Wann war das letzte Mal, dass ein Schauspieler einen Präsidenten ermordet hat?". Das Publikum reagierte auf diesen verstörenden Satz mit nervösem Lachen, teilweise aber auch mit Applaus.

Anspielung auf Ermordung von Abraham Lincoln

Mit der Bemerkung spielte der "Fluch der Karibik"-Darsteller wohl auf den Anschlag auf Abraham Lincoln (1809 - 1865) durch den Schauspieler John Wilkes Booth (1838 - 1865) im Jahr 1865 an.

Das Medienecho, das der geschmacklose Scherz nach sich ziehen würde, hatte der 54-Jährige vorausgesehen: Seinen "Witz" hatte Depp mit den Worten eingeleitet: "Übrigens, dies wird in der Presse landen. Es wird schrecklich sein"

Johnny Depp entschuldigt sich

Doch nun scheint Johnny Depp die Tragweite seiner Äußerung bewusst geworden zu sein und er entschuldigte sich im "People"-Magazin für seine Äußerung: "Es kam nicht wie beabsichtigt rüber, und ich beabsichtigte keine Bosheit“, sagte der 54-Jährige. "Ich hatte nur versucht, zu amüsieren, nicht irgendjemanden zu verletzen."

Promis provozieren

In den vergangenen Monaten hatten bereits andere prominenten Amerikaner mit provokanten Äußerungen über den US-Präsidenten für Aufsehen gesorgt. So sagte Sängerin Madonna bei einer Demonstration in Washington am Tag nach Trumps Vereidigung im Januar, sie wolle "das Weiße Haus in die Luft jagen". Die Komikerin Kathy Griffin verlor später mehrere Aufträge, weil sie auf einem Foto mit dem (künstlichen) abgehackten und blutüberströmten Kopf von Donald Trump posierte. 

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