John Hughes: Kult-Regisseur gestorben

John Hughes, Kult-Regisseur der 80er Jahre, erlag einem Herzinfarkt. Die Stars seiner Filme wie "Pretty in Pink" und "Kevin allein zu Haus" trauern um den genialen Filmemacher

John Hughes

John Hughes ist tot. Der Regisseur war die Stimme einer ganzen Jugendgeneration. Keiner hat die Gefühle rund um das Thema "High School" und "College" so gut verstanden wie er: Erste Küsse, verliebt in den besten Freund, das arme Mädchen und der reiche Schnösel, der ewige Außenseiter, die schöne Prom-Queen, dies waren seine Themen und er hat sie verpackt in die besten Teenagerfilme der 80er Jahre. Mit nur 59 Jahren ist er nun viel zu früh gestorben. Laut "variety.com" brach der Autor, Produzent und Regisseur am Donnerstag (6. August) bei einem Spaziergang in Manhattan plötzlich zusammen. Kurze Zeit später starb er an den Folgen des Herzinfarkts.

, der eigentlich mit seiner Familie auf einer Farm in Illinois lebte, hinterlässt seine Ehefrau Nancy, zwei Söhne und vier Enkelkinder.

Tragische Schicksalsschläge

Auch Stars werden vom Leben hart getroffen

John Hughes: Die Trauer ist groß: Schlager-Musiker und "Goodbye Deutschland"-Liebling Jens Büchner stirbt am 17. November 2018 im Alter von 49 Jahren in einem Krankenhaus auf Mallorca an den Folgen von Lungenkrebs. Er hinterlässt eine Großfamilie, bestehend aus Ehefrau Daniela ...
John Hughes: ... fünf leiblichen Kindern, drei Stiefkindern und einer Enkelin. Die Kleinen vermissen ihren Papa natürlich sehr, doch es gibt auch Momente des Glücks, in denen Jenna Soraya und Co. auch wieder lachen können. "Papa wäre so stolz auf dich", schreibt sie dazu ...
John Hughes: In einem Posting auf Instagram Stories erinnert sich Witwe Daniela an ihre Hochzeit mit Jens im Juni 2017. Dazu spielt sie das Lied "Einmal" von Mark Forster. "Einmal, einmal, das kommt nie zurück. Es bleibt bei einmal, doch ich war da zum Glück. Nicht alles kann ich wieder haben Freude, Trauer, Liebe, Wahnsinn. Einmal, und ich war da zum Glück", heiß es im Refrain.
Schock in der Sportwelt: Radsportlerin Kristina Vogel ist nach einem Trainingsunfall im Juni querschnittsgelähmt und sitzt von nun am im Rollstuhl. Im "Spiegel"-Interview spricht die Olympiasiegerin erstmals über den folgenschweren Unfall bei dem ihr Rückenmark am Brustwirbel durchtrennt wurde: "Egal, wie man es verpackt, ich kann nicht mehr laufen. Und das lässt sich nicht mehr ändern. Aber was soll ich machen? Ich bin der Meinung, je schneller man eine neue Situation akzeptiert, desto besser kommt man damit klar." Hut ab für diesen Kämpfergeist. 

78

Hollywood ist geschockt von dieser traurigen Nachricht, denn John Hughes war ein Genie, wenn es um romantische Teenager-Komödien ging. Zu seinen größten Filmen als Produzent oder Regisseur zählen "Der Frühstücksclub" ("The Breakfast Club", 1985), "Ferris macht blau" ("Ferris Buelle's Day Off", 1986), "Pretty in Pink" ("Pretty in Pink", 1986), "Kevin allein zu Haus" ("Home Alone", 1990) und "Curly Sue – Ein Lockenkopf sorgt für Wirbel" ("Curly Sue", 1991)

John Hughes machte das berühmte "Brat Pack" zu dem was sie waren. Die Gruppe junger Schauspieler bestand unter anderem aus Emilio Estevez, Rob Lowe, Andrew McCarthy, Demi Moore, Jud Nelson und natürlich Molly Ringwald.

Nun melden sich viele von ihnen und sprechen Hughes Familie ihr Beileid aus, berichtet "examiner.com". Die "Pretty in Pink"- Schauspielerin Molly Ringwald steht noch unter Schock seit der Nachricht seines plötzlichen Todes: "Ich bin noch wie benommen und unglaublich traurig. Er hat und wird immer so einen wichtigen Part in meinem Leben haben. Man wird ihn schwer vermissen. Ich tue es und alle, die er je berührt hat. Mein Herz und meine Gedanken gehen nun an seine Familie."

Auch "Ferris macht blau"-Star Matthew Broderick, Ehe-Mann von Sarah Jessica Parker, ist schwer getroffen: "Ich bin wahrhaft geschockt und tief betrübt über die Nachricht von meinem alten Freund John Hughes. Er war wundervoll, ein talentierter Mann und mein Herz geht an seine Familie."

Der ehemalige Kinderstar Macaulay Culkin trauert ebenfalls um seinen Freund John: "Ich war ein Fan seiner Arbeit und seiner Person. Die Welt hat nicht nur einen vollkommenen Filmemacher verloren, dessen Einfluss noch über Generationen zu spüren sein wird, sondern auch einen großartigen und anständigen Menschen."

Der große Komödiant Steve Martin spielte in seinem Film "Ein Ticket für zwei" ("Planes, Trains & Automobiles"): "Er war ein großartiger Regisseur, aber seine eigentliche Gabe war das Drehbuchschreiben. Er erschuf so tiefe und komplexe Charaktere, reich an Menschlichkeit und Humor."

"Big Love" Darsteller Bill Paxton der seine erste Rolle in "L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn" ("Weird Science") bekam, kann Hughes Tod noch gar nicht fassen: "Er ging mit mir ein gewaltiges Risiko ein. Aber er war nun mal wie Orson Welles, ein Regisseur der Regisseure, ein Autor der Autore und ein Filmemacher der Filmemacher. Er war einer der Giganten."

Keiner fasst die Bedeutung seiner Teenie-Filme besser zusammen als Schauspieler Ben Stein: "Ich glaube nicht, dass jemand an ihn als Poet der amerikanischen Jugend in der Zeit seit dem Krieg herankommt. Er war für sie, was Shakespeare für die elisabethanische Zeit war."

John Hughes' Erbe wird immer für seine Fans und unzählige Jugendliche der kommenden Generation in seinen Filmen bewahrt sein.

csc

Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche