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Jörg Stübner (†53) "Sein Schicksal hat niemanden unberührt gelassen"

Jörg Stübner
Jörg Stübner
© Picture Alliance
Der Ex-Fußball-Profi Jörg Stübner ist tot. Die Todesursache ist noch unklar.

Jörg Stübner (†53) war für viele sportbegeisterte DDR-Bürger in den 80er-Jahren der Fußballgott schlechthin. Nun wurde der ehemalige Dynamo-Dresden-Kicker völlig überraschend leblos von seiner Mutter in ihrer Wohnung in Dresden-Prohlis gefunden, wie die "Bild" berichtet. Die Todesursache sei bisher noch unklar. Zwar habe der 53-Jährige unter Depressionen gelitten, einen Suizid schließt die Polizei jedoch offenbar aus.

Ex-Fußballstar Jörg Stübner ist tot

Ex-Kollegen und Freunde äußern sich bestürzt über den Verlust des früheren Nationalspielers der DDR. "Der Verlust von 'Stübs' macht mich tieftraurig",  erklärt Ex-Mitspieler Ralf Minge, 58, gegenüber der Tageszeitung. Dynamo-Kollege Ulf Kirsten, 53, äußert sich ebenfalls bestürzt: "Das Schicksal von ihm hat viele Fans über Jahre begleitet und niemanden unberührt gelassen. Ein trauriger Tag für uns alle!" Stübner konnte nach dem Mauerfall seine Karriere nicht mehr ausbauen. Medikamenten- und Alkoholmissbrauch bestimmten über Jahre sein Leben, wie der Sachse einmal in einem Interview gestand.

Dynamo Dresden bot ihm Zukunftschancen

Er soll versucht haben, als Erntehelfer auf Gran Canaria wieder auf die Beine zu kommen. Im Jahr 2018 wurde Stübner offenbar zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er einen Nachbarn mit einer Gaspistole bedroht haben soll. In den vergangenen Monaten habe er Spiele von Dynamo Dresden von der Tribüne aus verfolgt. Es soll sogar die Rede davon gewesen sein, den früheren Star-Kicker der DDR in der Nachwuchsbetreuung  des Klubs einzusetzen. Diese Chance konnte Jörg Stübner leider nicht mehr nutzen.

Sie haben suizidale Gedanken? Die Telefonseelsorge bietet Hilfe an. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar. Eine Beratung über E-Mail ist ebenfalls möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Verwendete Quelle:Bild

ama Gala

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