Jörg Kachelmann: Revision gegen Kachelmann-Freispruch

Die Mannheimer Staatsanwaltschaft hat Revision gegen den Freispruch von Jörg Kachelmann eingelegt

Mit dem Freispruch von Jörg Kachelmann möchte sich die Mannheimer Staatsanwaltschaft nicht zufrieden geben. Wie bereits letzte Woche durchgesickert war, hat die Behörde nun tatsächlich Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Mit der Revision möchte die Staatsanwaltschaft an eine ausführliche, schriftliche Urteilsbegründung gelangen.

Ob das Urteil nun allerdings wirklich vom Bundesgerichtshof überprüft werden muss, ist damit noch nicht sicher. "Die Einlegung der Revision dient zunächst dazu, nach Zustellung des Urteils eine ausführliche Prüfung seiner schriftlichen Begründung zu ermöglichen", heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mannheim. Die Staatsanwälte werden in der Begründung, die innerhalb von drei Monaten von Richterin Daniela Bültmann formuliert werden muss, nach Verfahrensfehlern suchen und unter anderem überprüfen, ob die Beweisführung stichhaltig war. Frühestens im Oktober kann dann durch Staatsanwaltschaft Lars-Torbe Oltrogge und Oberstaatsanwalt Oskar Gattner entschieden werden, ob der Fall vor einem höheren Gericht behandelt wird.

Bis dahin gilt Jörg Kachelmann noch nicht als endgültig freigesprochen, da das Urteil nicht rechtskräftig ist. Am vergangenen Dienstag hatte das Mannheimer Landgericht den Wettermoderator aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf der Vergewaltigung seiner Geliebsten freigesprochen.

rbr

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