Jörg Kachelmann: Letzte Runde im Kachelmann-Prozess

Mit den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung geht der Prozess gegen Jörg Kachelmann in die letzte Runde

Im Vergewaltigungsprozess gegen den ehemaligen Wettermoderator Jörg Kachelmann hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch (18. Mai) ihr Plädoyer gehalten. Die Anklage geht weiterhin von der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers aus.

Wie unter anderem "Faz.net" berichtet, musste das Plädoyer nach wenigen Minuten unterbrochen werden, weil die Verteidigung Kachelmanns den Ausschluss der Öffentlichkeit forderte. Die Staatsanwaltschaft hatte aus dem privaten SMS-Verkehr zwischen Kachelmann und dem mutmaßlichen Opfer zitiert. Es sei eine Strategie der Staatsanwaltschaft, Kachelmann "maximal zu beschädigen", begründete KachKachelmannsle">Johann Schwenn die Forderung.

Nach einer kurzen Beratung konnten die Parteien sich jedoch einigen und das Plädoyer wurde fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft berichtete unter anderem davon, dass das mutmaßliche Opfer Kachelmann auf die anderen Frauen angesprochen habe. Dieser habe ihr nach längerem Schweigen erzählt, dass er einen Frauenhass habe und "dass er krank ist und verrückt, wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde". Er sei auch schon beim Psychologen gewesen.

Bei der Verhandlung war seit langer Zeit erstmals wieder das mutmaßliche Opfer persönlich anwesend. Es ist umstritten, ob die Radiomoderatorin glaubwürdige Aussagen getätigt hat oder nicht. Die Frau tritt als Nebenklägerin auf.

Die Anklage lautet auf Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall. Im Fall einer Verurteilung drohen Jörg Kachelmann zwischen 5 bis 15 Jahren Haft. Die Verteidigung soll ihr Plädoyer nächste Woche Dienstag (24. Mai) halten. Am 31. Mai wird das Urteil erwartet.

sst

Update vom 19. Mai 2011: Die Anklage hat am Ende ihres Plädoyers konkret vier Jahre und drei Monate Haft für Kachelmann gefordert.

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