Jörg Kachelmann: Freispruch endgültig

Jörg Kachelmann muss nicht erneut vor Gericht. Anklage und Nebenkläger haben ihre Revision zurückgenommen

Der Prozess gegen Wettermoderator Jörg Kachelmann geht nicht in eine zweite Runde. Am heutigen Freitag (7. Oktober) haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage ihre Revision zurückgenommen. Das teilte das Landgericht Mannheim mit. Kachelmann bleibt damit ein freier Mann.

Am 31. Mai hatte das Gericht ihn vom Vorwurf der schweren Vergewaltigung und gefährlichen Körperverletzung freigesprochen. Zunächst legte die Anklage dagegen Rechtsmittel ein, um vor einer höheren Instanz womöglich doch noch zu einer Verurteilung zu kommen.

Nun jedoch musste die Staatsanwaltschaft einräumen, dass die "sehr ausführlich begründete Entscheidung" des Landgerichts Mannheim keine Rechtsfehler aufweise. Die Argumente, dass die Beweise für eine Verurteilung nicht ausreichten, seien nachvollziehbar.

Im Mai hatte die Strafkammer Kachelmann nach 43 Verhandlungstagen aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Bei der Urteilsverkündung hatte der Vorsitzende Richter betont, der Freispruch beruhe "nicht darauf, dass die Kammer von der Unschuld des Angeklagten überzeugt ist."

Die Anklage kommt nun selbst zu dem gleichen Schluss: Die Richter haben zu Recht nach dem Grundsatz "im Zweifel für den Angeklagten" entschieden. Eine Revision würde keine "genügenden Erfolgsaussichten bieten".

Jörg Kachelmann ist damit endgültig ein freier Mann. Der Prozess gegen ihn war einer der umstrittensten in der deutschen Medienlandschaft.

smb

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