Sieben Jahre nach dem Prozess: Jörg Kachelmann macht wieder das Wetter

Jörg Kachelmann moderiert jetzt bei Sonnenklar.TV. Seine eigene Sendung heißt "Kachelmannwetter"

Er ist wieder da! Jörg Kachelmann. Na ja, streng genommen war er nie wirklich weg. Doch nach dem Prozess, in dem eine ehemalige Geliebte Kachelmann der Vergewaltigung bezichtigte, zog sich der Moderator einige Jahre zurück, moderierte im Radio, im Internet und bei kleinen Lokalsendern, arbeitete weiter als Unternehmer. Nun bekommt Alexander "Honey" Keen Gesellschaft, denn Jörg Kachelmann geht zu Sonnenklar.TV und dürfte damit wesentlich mehr Aufmerksamkeit bekommen. "Jörg Kachelmann wird ein Mal im Monat das Urlaubswetter live präsentieren", so Sonnenklar.TV-Geschäftsführer Andreas Lambeck gegenüber der "Hamburger Morgenpost". Das eigene Format heißt "Kachelmannwetter".

Jörg Kachelmann am Pranger

Kachelmann wurde bekannt, weil er ab 1990 in der ARD das Wetter vorhersagte. 2010 dann der Skandal: Gegen den gebürtigen Schweizer wurde Anklage wegen der besonders schweren Vergewaltigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erhoben, ein Jahr später wurde er freigesprochen. 2012 reichte Kachelmann eine Schadenersatzklage gegen seine ehemalige Geliebte ein, die schließlich zu einer Zahlung von mehr als 7000 Euro verurteilt wurde, weil sie ihn „vorsätzlich, wahrheitswidrig der Vergewaltigung bezichtigte“.

Freispruch für Kachelmann

Obwohl Kachelmann des schlimmen Vorwurfs freigesprochen wurde, litt der gebürtige Schweizer noch unter dem, was passiert war. "Es war anstrengend zu bemerken, dass Opfer eines Verbrechens Berufsverbot bekommen, während die Täterin fröhlich weitermoderierte", so Kachelmann in der MOPO.

Kein großes Fernsehen mehr

Die ARD gab die Zusammenarbeit nach dem Skandal auf, weil sie um ihren Ruf fürchtete. Ins Fernsehen will Kachelmann deswegen nicht mehr: "Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in irgendeiner Form ins normale, große Fernsehen komme, sehe ich als sehr gering an. Ich habe da auch keinen großen Phantomschmerz. Es ärgert mich, dass sich die ARD nach 18 Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit mit einer Lügnerin solidarisiert hat", sagte er im Februar gegenüber der "Nordwest-Zeitung". Vorerst bleibt es also beim kleinen Reise-Shopping-Sender.

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