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Joe Biden und Jill Biden Erstes Interview als US-Präsident und First Lady

Joe und Jill Biden vor dem Weißen Haus
Joe und Jill Biden vor dem Weißen Haus
© Getty Images
Joe Biden und Jill Biden haben ihr erstes Interview nach dem Einzug ins Weiße Haus gegeben.

"Wie lange wird das dauern? Ich muss zurück ins Büro", lässt Joe Biden, 78, das Magazin "People" vor dem Gespräch wissen. Es sei ihm verziehen. Nach vier Jahren Donald Trump, 74, gibt es viel zu tun für ihn als Chef im Oval Office. Erst als Biden sich neben seine Ehefrau Dr. Jill Biden, 69, setzt, scheint er auszuatmen und sich eine Pause zu gönnen, notiert Journalistin Sandra Sobieraj Westfall.

So geht es Joe Biden und Jill Biden im Weißen Haus

Wie es ist, im geschichtsträchtigen Weißen Haus zu leben, wird das Ehepaar gefragt. "Es ist surreal ... aber man fühlt sich wohl", antwortet der Präsident, der schon von 2009 bis 2017 als Vize von Barack Obama, 59, in dem Gebäude ein und aus ging. Dr. Biden ergänzt: "Das Personal [...] war so großartig und hat versucht, dass es sich für uns wie zu Hause anfühlt. Wir haben überall Familienbilder, unsere Bücher, einige Möbel, die wir von zu Hause mitgebracht haben."

Liebeserklärung an die First Lady

Seit 43 Jahren ist das Paar verheiratet und erlebt jetzt gemeinsam den Höhepunkt der Politkarriere von Joe Biden. "Jill trat an einem wirklich wichtigen Punkt in mein Leben und brachte meine Familie wieder zusammen", erinnert sich der Demokrat, der 1972 seine erste Ehefrau Neilia und seine Tochter Naomi bei einem Autounfall verlor. "Sie [Jill] ist der Klebstoff, der alles zusammengehalten hat, und ich wusste, dass ich sie heiraten wollte, kurz nachdem ich sie getroffen hatte."

Leicht machte es im Jill allerdings nicht. Fünf Mal musste Joe Biden um ihre Hand anhalten, bis sie ihn im Juni 1977 heiratete. Seitdem stehen die beiden fest zusammen. Skandale gibt es keine. Seine Frau habe "ein Rückgrat wie der Ladestock eines Gewehres", sagt Biden zu "People".

Eitel Sonnenschein herrscht bei den Bidens dennoch nicht immer. Es gibt sie, die Tiefen. Zum Beispiel 2015, als Beau Biden, der Sohn des Präsidenten und seiner ersten Frau, mit nur 46 Jahren an den Folgen eines Hirntumors starb. "Es gibt dieses Zitat, das besagt, dass man manchmal an den gebrochenen Stellen stärker wird. Das versuchen wir zu erreichen", beschreibt Jill Biden ihre Ehe im Interview. Der Präsident erklärt gegenüber "People": 

Es ist nicht so, dass wir nie diskutieren und streiten. [Aber] Ich bin einfach glücklich.

Bei diesen Worten lacht die First Lady. "Nun, nach 43 Jahren gibt es nicht mehr viel, weswegen wir streiten."

Wie außergewöhnlich die 69-Jährige ist, zeigt sich in dem Umstand, dass sie trotz ihrer Aufgaben als First Lady weiterhin ihren Beruf ausüben wird – das gab es noch nie in der Geschichte der USA. "Ich unterrichte Schreiben. Ich habe die ganzen acht Jahre gelehrt, als ich Second Lady war. Das ist meine Leidenschaft, das ist mein Leben", schwärmt die Mutter einer Tochter. Eine Leidenschaft, in der ihr Mann sie unterstützt.

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Im Hinblick auf ihre Arbeit für die US-amerikanische Bevölkerung sagt Jill Biden, sie habe das Gefühl, "dass die Menschen hoffen, dass wir das Land voranbringen." Es gebe viel zu tun im Weißen Haus. Das sieht auch Joe Biden so, vor allem im Hinblick auf den Kampf gegen das Coronavirus.

Einen Seitenhieb auf seinen Vorgänger Donald Trump und dessen Familie kann er sich nicht verkneifen: "Wir werden das wie die Obama-Biden-Regierung machen. Niemand in unserer Familie und erweiterten Familie wird in ein Regierungsunternehmen oder eine Außenpolitik involviert sein. Und niemand hat ein Büro an diesem Ort [dem Weißen Haus]."

Verwendete Quelle: people.com

jre Gala

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