Joaquin Phoenix Seine Kindheit in der Sekte


Joaquin Phoenix spricht über seine ungewöhnliche Kindheit. Der Schauspieler wuchs in der Sekte "Children of God" auf

Hätten seine Eltern nicht frühzeitg die Notbremse gezogen, wäre Joaquin Phoenix, 40, heute wahrscheinlich als Missionar in Südamerika unterwegs, statt ein Leben als Hollywood-Star zu führen. Der Schauspieler verbrachte seine frühe Kindheit nämlich in der Sekte "Children of God", der seine Eltern jahrelang angehörten. "Wenn die Leute das Thema ‘Kinder Gottes’ anschneiden, ist meistens so ein unterschwelliger Vorwurf dabei", erzählt Joaquin im Interview mit dem "Playboy"- Magazin. Kein Wunder: Der Glaube der Gemeinschaft, die sich heute "Die Familie" nennt, prophezeit den Weltuntergang, ihre Kinder dürfen keine öffentlichen Schulen besuchen. Viele ehemalige Mitglieder gaben später an, sexuell missbraucht worden zu sein.

Das alles blieb Joaquin zum Glück erspart. 1978, als er vier Jahre alt war, trat die Familie aus der Sekte aus. Kein einfacher Schritt, sie musste, sogar ihren Namen von Bottom zu Phoenix ändern, um unbehelligt weiterleben zu können. "Ich glaube, meine Eltern dachten, sie hätten eine Gemeinschaft gefunden, die ihre Ideale teilt. Sekten geben sich selten offen als solche zu erkennen. In dem Moment, in dem meine Eltern realisierten, dass da mehr war, traten sie aus", so Phoenix weiter.

Die Familie ließ sich anschließend in Los Angeles nieder, wo Joaquin und seine Geschwister River, Rain, Liberty und Summer begannen, in Talent-Shows aufzutreten, um ihre Eltern finanziell zu unterstützen. Dabei wurden sie von einer Agentin entdeckt. Der Rest ist Hollywood-Geschichte.

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