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Joaquin Phoenix Emotionales Interview über seinen verstorbenen Bruder

Joaquin Phoenix
© Getty Images
Joaquin Phoenix erinnert sich in einem Interview an seinen 1993 verstorbenen Bruder River und an die schwere Zeit danach, als er durch das öffentliche Interesse am Trauerprozess behindert wurde.

Emotionen pur bei Joaquin Phoenix, 45. Normalerweise hält sich der Schauspieler ja eher mit Aussagen bedeckt, wenn es um seine Gefühle geht. Doch bei einem Thema kann der "Joker"-Darsteller seine Empfindungen nicht zurückhalten. Es ging um seinen verstorbenen Bruder River Phoenix.

River Phoenix' tragischer Drogentod

River Phoenix
River Phoenix
© Getty Images

River war ebenfalls Schauspieler und galt als einer der vielversprechendsten Talente seiner Zeit. Durch Filme wie "Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers" und "My Private Idaho" mauserte sich der US-Amerikaner in den 1980er Jahren zu einem großen Hollywood-Star. Doch am 31. Oktober 1993 endete Rivers Leben auf dramatische Weise mit nur 23 Jahren.

Joaquin und River feierten zusammen mit ihrer Schwester Rain Phoenix, 47, und Rivers damaliger Freundin Samantha Mathis, 49, im Viper Room in Los Angeles, als River nach einem Drogencocktail auf dem Gehsteig zusammenbrach und wenig später in den Armen seines Bruders starb.

Besonders schwere Zeit für Joaquin Phoenix

Der wohl schlimmste Moment in Joaquins Leben. "Während dieser Zeit, in der man am verwundbarsten ist, fliegen Hubschrauber über einem rüber und Leute versuchen, sich auf dein Grundstück zu schleichen. Es fühlte sich so an, als würde es den Trauerprozess behindern", schildert er das Verhalten der Öffentlichkeit gegenüber Anderson Cooper für dessen CBS-Sendung "60 Minutes".

Doch Joaquin will sich nicht nur an diese besonders schwere Zeit in seinem Leben erinnern, sondern vor allem an die bedeutenden Momente mit seinem Bruder, der ihn zur Schauspielerei ermunterte. "Als ich 15 oder 16 Jahre alt war, kam mein Bruder River nach der Arbeit mit einer Videokassette des Films 'Raging Bull' nach Hause. Er setzte mich hin und ließ mich den Film schauen." Am Tag darauf habe er ihn aufgeweckt und ihm den Film noch einmal gezeigt. "Und dann sagte er: Du fängst wieder mit der Schauspielerei an. Das wirst du machen", erzählte Joaquin vor ein paar Monaten in einer emotionalen Rede in Toronto über eine Zeit, in der er die Schauspielerei aufgegeben hatte und von seinem Bruder wieder dazu ermutigt wurde.

Tiefe Verbindung durch die Schauspielerei

Auch heute noch, 26 Jahre nach diesem schrecklichen Abend an Halloween und dem Verlust seines geliebten Bruders, fühlt sich Joaquin tief verbunden mit ihm, wie er Anderson Cooper erzählt: "Ich habe das Gefühl, dass in praktisch jedem Film, den ich gedreht habe, in irgendeiner Weise eine Verbindung zu River bestand. Und ich denke, wir alle haben seine Anwesenheit und Führung in unserem Leben auf vielfältige Weise gespürt."

Verwendete Quellen: cbsnews.com, Variety

jno Gala


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