Oscars 2017: Oscar-Moderator Jimmy Kimmel verhöhnt Donald Trump live im TV

Viele Hollywood-Stars machen Front gegen Donald Trump - auch bei der Oscar-Verleihung. Dort zieht der Moderator der Show, Jimmy Kimmel, den US-Präsidenten durch den Kakao und versucht ihn live im TV anzutwittern

Jimmy Kimmel stichelt gegen Donald Trump

Jimmy Kimmel stichelt gegen Donald Trump

Umstrittener Muslim Ban, Mecker-Tiraden auf Twitter, Krieg gegen die Medien, narzisstische Selbstdarstellung : Die Liste der Kritikpunkte an Donald Trump, 70, ist lang. Das finden auch viele Hollywood-Stars. Late-Night-Talker Jimmy Kimmel, 49, der am Sonntag die Oscars moderierte, ist einer von ihnen. Während der Show knöpft er sich den US-Präsidenten vor.

Oscar-Moderator Jimmy Kimmel macht sich über Donald Trump lustig

Den ersten Seitenhieb muss der umstrittene Präsident kurz nach Beginn der Verleihung einstecken, als Jimmy Kimmel das schlechte Image von Trump aufs Korn nimmt. 

"Diese TV-Übertragung wird gerade live von Millionen von Amerikanern gesehen und in weltweit über 225 Nationen, die uns jetzt hassen."

Vor allem der von Donald Trump erlassene "Muslim Ban", mit dem er Bürgern sieben mehrheitlich muslimisch geprägter Nationen die Einreise in die USA verbieten will, brachte ihm massive Kritik ein. Kimmel kann der Einreisebeschränkung vermeintlich etwas Gutes abgewinnen und nimmt dabei Bezug auf den Vorwurf, die Academy-Award-Jury vergebe bevorzugt Preise an weiße Filmschaffende. 

"Ich möchte Mr. Trump danken. Erinnern Sie sich an letztes Jahr, als den Oscars vorgeworfen wurde, rassistisch zu sein? Das hat sich dank ihm erledigt."

Emma Stone, Casey Affleck + Co.

Sie alle freuen sich über einen Goldjungen

27.02.2017

Emma Stone gewinnt den Oscar 2017 als beste Hauptdarstellerin


Danach nimmt der gewitzte Moderator Bezug auf die Fehde zwischen Trump und Hollywood-Star Meryl Streep. Die hatte nach dem Gewinn des Golden Globes für ihr Lebenswerk am 8. Januar den Präsidenten in ihrer Dankesrede kritisiert. Das konnte der nicht auf sich sitzen lassen und bezeichnete Streep in einem trotzigen Tweet als "überwertete Schauspielerin" - obwohl die Aktrice mit drei gewonnen Oscars bei 20 Nominierungen zu den erfolgreichsten Hollywood-Darstellern aller Zeiten gehört. Kimmel kommentiert die unterschiedliche Auffassung von Trump und dem Rest der Welt über Streep so: 

"Wir sind heute Abend hier, um großartige Schauspieler zu ehren und die, die großartig scheinen, es aber in Wirklichkeit gar nicht sind. Von all den 'tollen' Schauspielern hier hat vor allem eine Person den Test für viele uninspirierende und überbewerte Auftritte bestanden: Meryl Streep hat es auf mehr als 50 Filme im Laufe ihrer glanzlosen Karriere gebracht." 

Seinen ironischen Witz kürt der Moderator mit der kecken Frage, ob das Oscar-Kleid von Meryl Streep etwa aus der Kollektion von Ivanka Trump, 35, stamme. Die war mit ihrer Mode-Linie in den letzten Wochen in die negativen Schlagzeilen geraten, weil einige der größten Kaufhäuser der USA die Klamotten aus ihrem Sortiment genommen hatten und Donald Trump seinen Ärger darüber auf Twitter abgelassen hatte. Apropos Twitter.

Der Oscar-Moderator twittert dem US-Präsidenten live im Fernsehen

Des US-Präsidenten liebstes Kommunikationsmittel ist und bleibt der 160-Zeichen-Kurznachrichtendienst. Das blieb natürlich auch Kimmel nicht verborgen. Live in der Sendung zückt er sein Handy und schickt Donald Trump eine Nachricht.

"Hey, bist du noch wach?"  

 Der Präsident veranstaltete zum gleichen Zeitpunkt den Governors Ball im Weißen Haus. Ob der twitter-freudige Präsident deshalb noch nicht auf Kimmels Frage geantwortet hat? Was nicht ist, kann ja noch werden.

Oscars 2017

Die Tops und Flops vom roten Teppich

Sieht aus wie Vivienne Westwood, ist aber Alaia: Scarlett Johansson hat sich bei der Kleiderwahl für eine fließende Rose mit Tüll entschieden, das ihre definierten Arme und ihr Dekolleté betont.  
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Wenn man in einer vermutlich sündhaft teuren schwarzen Spitzenrobe von Alexander McQueen so sündhaft gut aussieht wie Salma Hayek, kann man auch eine so stolze Pose einnehmen. Schick, schicker, Salma!
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Diese Stars sind vom "Muslim Ban" betroffen

Donald Trump hat ein Einreiseverbot für Muslime aus demIran, Irak, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen erlassen. Von diesem diskriminierenden Statement sind auch diverse Stars betroffen. In unserem Video sehen Sie alles zum Thema.
© Gala


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