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Jim Carrey über Oscar-Ohrfeige Er sieht die Traumfabrik als "rückgratlos"

Hollywood-Star und Komiker Jim Carrey fände eine Ohrfeige von Will Smith überhaupt nicht zum Lachen.
Hollywood-Star und Komiker Jim Carrey fände eine Ohrfeige von Will Smith überhaupt nicht zum Lachen.
© John Nacion/starmaxinc.com/ImageCollect
Nach der Ohrfeige von Will Smith für Chris Rock bezeichnet Jim Carrey Hollywood als "rückgratlos". Er hätte seinen Kollegen verklagt.

Will Smith (53) hat Chris Rock (57) bei den Academy Awards ins Gesicht geschlagen. Kurz darauf erhielt er seinen ersten Oscar - für seine Hauptrolle in "King Richard". Hollywood-Star Jim Carrey (60) ist der Ansicht, dass die Preisverleihung gezeigt habe, wie "rückgratlos" die Traumfabrik sei.

"Ich war angeekelt. Ich war von den Standing Ovations angeekelt", erklärt Carrey im US-Frühstücksfernsehen. Der Komiker und Schauspieler spricht in "CBS Mornings" von den Momenten nachdem Smith als Gewinner in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" verkündet worden war. Der 60-Jährige habe sich gedacht, dass Hollywood "einfach rückgratlos" sei.

Smith war bei der Veranstaltung auf die Bühne gegangen und hatte Rock eine schallende Ohrfeige verpasst, nachdem der Comedian einen Witz über Jada Pinkett Smith (50) gemacht hatte. Er solle den Namen seiner Ehefrau "nicht in den verdammten Mund" nehmen, wütete Smith. In seiner Dankesrede entschuldigte sich der Star kurz darauf unter Tränen bei der Academy und den Nominierten, aber nicht bei Chris Rock.

Nicht das Recht, "Personen ins Gesicht zu schlagen"

Die Polizei habe Rock Medienberichten zufolge gefragt, ob er Anzeige erstatten wolle. Der Komiker habe dies jedoch verneint. Später entschuldigte sich Smith via Instagram. "Ich möchte mich öffentlich bei dir entschuldigen, Chris", erklärte er unter anderem. Sein Verhalten sei "inakzeptabel und unentschuldbar" gewesen.

Und so sieht das offensichtlich auch Carrey. Rock habe Smith wohl nicht angezeigt, weil er sich nicht mit all der "Schererei" herumschlagen wollte, spekuliert der Schauspieler. Wäre es ihm passiert, hätte er angekündigt, "Will auf 200 Millionen US-Dollar zu verklagen", denn der Ausschnitt des Vorfalls werde für immer existieren und "allgegenwärtig" sein. Diese "Beleidigung" werde eine sehr lange Zeit überdauern. Man könne seine Missbilligung mit Zwischenrufen aus dem Publikum oder auf Twitter zum Ausdruck bringen, "aber du hast nicht das Recht, auf die Bühne zu gehen und Personen ins Gesicht zu schlagen, weil sie Worte gesagt haben".

Gleichzeitig stellte Carrey klar, dass er seinem Kollegen das Beste wünsche: "Ich habe nichts gegen Will Smith. Er hat großartige Dinge getan, aber das war kein guter Moment." Der "egoistische" Angriff habe die gesamte Oscar-Verleihung überschattet und damit allen anderen Gewinnerinnen und Gewinnern ihren besonderen Abend geraubt, auf den sie hingearbeitet hatten.

"Eine Zeit, um zu heilen"

Pinkett Smith bereite sich wohl auf die Fortsetzung von "Die Akte Jane" vor, hatte Rock bei den Oscars gescherzt, bevor es zu dem Zwischenfall gekommen war. Eine offensichtliche Anspielung darauf, dass sich die Schauspielerin den Kopf rasiert hat. In dem Film aus dem Jahr 1997 war Demi Moore (59) mit abrasierten Haaren zu sehen. Jada Pinkett Smith leidet jedoch schon seit längerer Zeit unter Alopecia, krankheitsbedingtem Haarausfall.

Nachdem sich Will Smith bereits bei Instagram geäußert hatte, meldete sich auch die Schauspielerin auf der Plattform. Mit einem neuen Beitrag scheint sie offenbar auf den Vorfall einzugehen - äußert sich aber dazu nicht näher. Smiths Ehefrau schreibt nur: "Dies ist eine Zeit, um zu heilen, und ich bin dafür bereit."

SpotOnNews


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