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Jessica Biel, Madonna, Selena Gomez & Co. Stars äußern sich zum Abtreibungsgesetz in den USA

Jessica Biel und Justin Timberlake möchten aufgrund der Lage in den USA fast nach Frankreich ziehen.
Jessica Biel und Justin Timberlake möchten aufgrund der Lage in den USA fast nach Frankreich ziehen.
© instagram.com/jessicabiel
Zahlreiche Prominente bringen ihre Bestürzung über das neue Abtreibungsgesetz in den USA zum Ausdruck. Zu den Gegnern des Urteils zählen auch Jessica Biel, Selena Gomez, Halle Berry, Madonna, Michelle Obama, Lily Allen und Bette Midler. 

Eine Woche ist es her, dass der Oberste Gerichtshof der USA das Urteil Roe v. Wade aus dem Jahr 1973 gekippt und damit ein 50 Jahre altes verfassungsmäßiges Recht auf Abtreibung in den Vereinigten Staaten aufgehoben hat. Im Zuge dessen gingen Hunderttausende Menschen auf die Straßen, um zu protestieren. Dazu gehört auch Schauspielerin Busy Philipps, 43, die nun sogar bei einer Demo vor dem US- amerikanischen Supreme Court verhaftet wurde. Währenddessen bringt eine Vielzahl an namenhaften Stars ihren Unmut mit Worten zum Ausdruck. 

Stars wie Halle Berry erbost über Abtreibungsgesetz

So fordert beispielsweise Halle Berry, 55, in einem Statement auf Instagram: "Ich bin empört! Was der Supreme Court getan hat ist BULLSHIT. Etwas muss getan werden!! Waffen haben mehr Rechte als Frauen. Stoppt diesen Krieg gegen Frauen und haltet eure Gesetze von unseren Körpern fern."

Michelle Obama, 58, meldete sich mit einem ergreifenden, offenen Brief via Twitter zu Wort, in dem sie erklärte, dass sie "untröstlich" darüber sei, dass "die Menschen in diesem Land gerade das grundlegende Recht verloren haben, informierte Entscheidungen über ihren eigenen Körper zu treffen". Abschließend ruft sie auf, aufzustehen und den Mut zu finden, an einem gerechteren Amerika zu arbeiten, das "wir alle verdienen". 

Sängerin Taylor Swift, 32, bringt ihre Gefühle in einem Retweet von Michelle Obamas Statement zum Ausdruck: "Ich bin absolut entsetzt, dass wir an diesem Punkt angelangt sind – dass nach so vielen Jahrzehnten, in denen Menschen für die Rechte der Frauen an ihrem eigenen Körper gekämpft haben, uns die heutige Entscheidung diese genommen hat."

Madonna: "Ich habe Angst um meine Töchter"

Auch Pop-Ikone Madonna, 63, zeigt sich schockiert über die neuesten Geschehnisse in ihrem Heimatland. "Ich habe Angst um meine Töchter, ich habe Angst um alle Frauen in Amerika, ich habe einfach nur Angst", schrieb sie wenige Tage nach der Urteilsverkündung via Instagram zu einer Reihe von Fotos, darunter auch Bilder mit ihren Töchtern Lourdes Leon, 25, und Mercy, 16. "Die Gesetzgebung hat entschieden, dass wir als Frauen keine Rechte mehr über unsere Körper haben." Diese Entscheidung habe sie und jede andere Frau in diesem Land "in tiefe Verzweiflung" gestürzt.

Zahlreiche Musiker:innen nahmen das Glastonbury Festival, das größte Musikfestival in Großbritannien, zum Anlass, ihre Meinung kundzutun. "Heute ist ein wirklich schwarzer Tag für Frauen in den USA und ich muss es einfach sagen, weil ich es nicht mehr ertrage, noch länger darüber nachzudenken", zeigte sich Billie Eilish, 20, während ihres Auftritts erzürnt

Lily Allen richtet Hit "F*uck You" an Richter des Supreme Court

Schauspielerin und Sängerin Olivia Rodrigo, 19, begrüßte während ihrer Performance beim Festival, 37, keine Geringere als Lily Allen, 37, mit der sie gemeinsam deren Hit "F*ck You" sang. Den Song widmeten sie "den fünf Mitgliedern des Obersten Gerichtshofs, die uns gezeigt haben, dass sie sich einen Dreck um die Freiheit scheren".

Nachdem Stars wie Meadow Walker und Ireland Baldwin in den vergangenen Tagen von ihren eigenen schmerzlichen Erfahrungen mit dem Thema Abreibung berichteten, will auch Lily Allen nicht schweigen. "Ich wünschte, die Leute würden aufhören, Beispiele für Ausnahmegründe für eine Abtreibung zu posten. Die meisten Menschen, die ich kenne, mich eingeschlossen, wollten einfach kein verdammtes Baby haben. Und das ist Grund genug! Wir müssen es nicht rechtfertigen", so ihre Meinung. 

Jessica Biel: "Ihr habt Croissants UND Frauenrechte?"

"Club der Teufelinnen"-Star Bette Midler, 76, hingegen macht ihrem Ärger über die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs mit einem frechen Konter Luft. "Zeit, Viagra zu verbieten. Denn wenn eine Schwangerschaft 'Gottes Wille' ist, dann ist es auch dein schlapper Penis", so das Statement der Entertainerin auf Twitter. 

Auch Jessica Biel, 40, reagiert mit Sarkasmus auf die Situation. Zu einem Foto, das sie und Ehemann Justin Timberlake, 41, vor dem Eiffelturm in Paris zeigt, schreibt sie: "Ihr habt Croissants UND Frauenrechte? Verdammt, nehmt mich zurück." 

Sängerin Lizzo, 34, gibt sich indes lösungsorientiert und will die Non-Profit-Organisation Planned Parenthood, zu der mehr als 650 Kliniken für die Bereiche Sexualmedizin, Gynäkologie und Familienplanung gehören, finanziell unterstützen. "Ich spende 500.000 Dollar meiner geplanten Tour an Planned Parenthood und Abortion Rights. Live Nation erklärte sich bereit, den Betrag zu verdoppeln – auf eine Million Dollar", verkündet sie via Twitter. 

Herzogin Meghan hinterfragt: "Was sagt das den Frauen?"

Herzogin Meghan, 40, war in der Zwischenzeit ebenfalls nicht untätig. Die Amerikanerin hat sich mit Gloria Steinem und Jessica Yellin zusammengetan und für die US-Vogue ein Gespräch geführt. "Was sagt das den Frauen?", hinterfragt sie darin. "Es sagt uns, dass unsere körperliche Sicherheit nicht zählt, und somit dass wir nichts wert sind. Aber das sind wir." Wenn man wütend sei, müsse man diese Energie in etwas umwandeln, das etwas bewirkt. 

"Es ist entsetzlich zu sehen, wie ein verfassungsmäßiges Recht entzogen wird. Eine Frau sollte das Recht haben, zu WÄHLEN, was sie mit ihrem eigenen Körper machen will. Ende der Geschichte", macht Selena Gomez, 29, einen Tag nach der Entscheidung ihrem Ärger via Twitter Luft. 

Unmittelbar nach Bekanntgabe des Urteils haben zehn Bundesstaaten, darunter Texas, Utah und Alabama, Gesetze zum Verbot der Abtreibung erlassen. Fünf weitere Staaten, darunter Idaho, Mississippi und Tennessee haben Verbote erlassen, die innerhalb eines Monats in Kraft treten werden. Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Monaten weitere Staaten nachziehen werden.

Verwendete Quellen: instagram.com, twitter.com, tennessean.com, euronews.com

spg Gala


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