Jerome Boateng AfD-Vize Gauland beleidigt WM-Helden


Der Weltmeister von 2014 wird übel rassistisch vom Rechtsaußen-Politiker beleidigt

Rote Karte für AfD-Vize

Mit diesem Kommentar hat sich AfD-Vize Alexander Gauland selbst ins Aus geschossen: In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung attackierte er den Fußball-Weltmeister von 2014 mit den Worten "Die Leute finden ihn als Fußballer gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben". Der in Berlin geborene Fußballer, der einen ghanaischen Vater und eine deutsche Mutter hat, spiele zwar für die deutsche Nationalmannschaft, das bedeute aber nicht, dass er als fremd empfunden werde. Stein des Anstoßes war dabei offenkundig Boatengs Hautfarbe.

Eine rassistische Verbalgrätsche aus dem rechten Abseits gegen Boateng, die ins Leere geht. Schließlich ist Jérôme Boateng ein mustergültiges Beispiel an Integration und bekennender Christ, der sich sogar ein Kreuz und die Jungfrau Maria auf den Körper tätowieren ließ. DFB-Präsident Reinhard Grindel verurteilte dieses Foulspiel scharf. Boateng sei "ein herausragender Spieler und ein wunderbarer Mensch, der sich übrigens auch gesellschaftlich stark engagiert und für viele Jugendliche ein Vorbild ist“.

Auch andere Sportler und Politiker meldeten sich zu Wort und stellten sich auf Boatengs Seite:

Will sich die AfD mit diesem Angriff nur in den Mittelpunkt spielen? Sicher ist, dass Gauland mit seinem Kommentar einen gewaltigen Stein ins Rollen gebracht hat. Sogar AfD-Chefin Petry hat dieses Eigentor für das Image ihrer Partei erkannt und entschuldigte sich bei Boateng.

Und Gauland? Der will sich mittlerweile an nichts mehr erinnern können und behauptet, dass er Boateng nicht beleidigt habe. Fraglich, ob Frauke Petry den Rechtsaußen nach so einer Aktion nicht bald auf die Bank beordert oder ganz auswechselt.

tgi Gala


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