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Nach dem Tod von Jens Büchner (†) Was passiert mit seinen Konten auf Facebook und Instagram?

Jena Büchner
Jena Büchner
© Action Press
Wenn ein Mensch stirbt, hinterlässt er neben geliebten Menschen und materiellen Dingen auch oftmals ein Konto im Social Web. So auch Jens Büchner. GALA sagt Ihnen, wie man seinen digitalen Nachlass regeln kann

Jens Büchner (†) folgen heute, sechs Tage nach seinem Tod, über 66.600 Menschen auf Facebook und über 97.100 Menschen auf Instagram. Wo sie zuvor an seinem Leben teilnahmen - als Fan im Guten, als Kritiker im Schlechten - sammeln sich jetzt Beileidsbekundungen oder die Frage nach dem Warum. Doch die Kommentare werden irgendwann versiegen. Weil alles gesagt ist und keine neuen Einträge mehr von Jens Büchner kommen. Und dann? 

Das passiert mit dem Facebook- und Instagram-Account nach dem Tod 

Es gibt zwei Möglichkeiten, mit dem Profil eines Verstorbenen umzugehen: es zu löschen oder in den Gedenkzustand zu versetzen. Beides setzt voraus, dass  jemand Facebook über den Tod des Konto-Inhabers informiert. Dazu muss das Formular "Besondere Anfrage bezüglich des Kontos einer verstorbenen Person" ausgefüllt werden. Erforderliche Informationen sind die E-Mail-Adresse, mit der das Konto betrieben wird, die Chronik-URL des Kontos, ein Todesdatum nebst Todeszeitpunkt und der Nachweis über den Tod (zum Beispiel durch eine Sterbeurkunde). Danach muss entschieden, was weiter passiert.

Möglichkeit eins: Gedenkkonto einrichten

Ein Gedenkkonto stellt "für Freunde und Familienangehörige eine Möglichkeit dar, sich gemeinsam an einen verstorbenen Menschen zu erinnern", heißt es im Hilfebereich von Facebook. Wenn es die Privatsphäre-Einstellungen erlauben, können Freunde, Bekannte, Verwandte und andere Trauernde weiterhin Erinnerungen in der Chronik des Verstorbenen teilen.
Und: Zu Lebzeiten kann der Inhaber eines Kontos, wenn er möchte, eine Person auswählen, die sein Konto im Falle seines Todes verwaltet. Diese Person kann zum Beispiel einen Beitrag in der Chronik des Verstorbenen fixieren (zum Beispiel um eine letzte Meldung in ihrem Namen zu teilen oder Informationen zu einem Gedenkgottesdienst bereitzustellen), auf neue Freundschaftsanfragen antworten und das Profilbild aktualisieren. Allerdings kann der "Nachlassverwalter" nicht die privaten Nachrichten des Toten einsehen.
Das Konto von Jens Büchner befindet sich offenbar im Gedenkzustand, denn surft man vorbei, erscheint am oberen Rand ein Banner. Neben einer Blume mit blauer Blüte sind die Worte zu lesen: "In Erinnerung an Jens Buechner.  Wir hoffen, dass all jene, die Jens lieben, durch den Besuch seines Profils Trost finden." Vor dem Profilnamen stehen außerdem die Worte "In Erinnerung an". Etwas posten können Follower aktuell allerdings nicht. 

Für Instagram gilt:  Auch hier ist, nach der Mitteilung über den Tod einer Person, ein "Konto im Gedenkzustand" möglich. Das Profil sieht allerdings nicht anders aus als das eines Lebenden. Das heißt, die Worte "In Erinnerung an" wie bei Facebook fehlen. Instagram-Konten im Gedenkzustand können nicht verändert werden. Dazu zählen Änderungen an den "Gefällt mir"-Angaben, Abonnenten, Markierungen, Beiträgen und Kommentaren.

Löschen des Kontos 

Nachgewiesene, unmittelbare Familienangehörige - und im Falle von Facebook Nachlassverwalter - können die Entfernung der Konten von Verstorbenen von Instagram und Facebook beantragen. Auch hier gibt es ein Formular, in das man die Geburts- und Sterbeurkunde der verstorbenen Person und "einen rechtsgültigen Nachweis darüber, dass du der rechtmäßige Vertreter der verstorbenen Person oder von deren Nachlass bist" eingeben muss. 

jre Gala

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