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Jennifer Lopez "Meine Mutter war stark, aber auch knallhart"

Jennifer Loepz
Jennifer Loepz
© Presley Ann / Getty Images
Jennifer Lopez wurde "unabhängig", aber auch streng erzogen. Dabei rutschte ihrer Mutter Guadalupe früher "oft" die Hand aus, wie die Sängerin in ihrer neuen Doku "Halftime" überraschend schildert.

Jennifer Lopez, 52, musste als Latina hart für ihren Erfolg kämpfen und "sich mehr anstrengen als andere". Diesen Umstand macht die Sängerin und Schauspielerin in ihrer neuen Netflix-Doku "Halftime" deutlich. Dabei lässt J.Lo überraschend tief in ihre Seele blicken – vielleicht mehr, als sie ursprünglich wollte …

Jennifer Lopez' harter Kampf um Ruhm und Erfolg

Im Zentrum des Geschehens steht vordergründig Jennifer Lopez' Auftritt bei der Super-Bowl-Halftimeshow 2020 in Miami, den sie sich ungewollt mit Kollegin Shakira, 45, teilen musste. Eine Einzelshow wie etliche andere Stars bekam sie nicht, so hätten es die NFL-Bosse gewollt. Schaut man genauer hin, geht es in "Halftime" aber um etwas ganz anderes: um Jennifers Kampf in der eigenen Branche so akzeptiert zu werden wie ihre weißen Kolleg:innen. Alles mündet in ihrer Enttäuschung über die verpasste Oscar-Nominierung für den Film "Hustlers".

Begonnen hat Lopez' Kampf jedoch schon viel früher. Bereits ihre Eltern Guadalupe Rodriguez und David Lopez, die aus "armen Verhältnissen" stammen und von Puerto Rico nach New York immigrierten, hätten laut Jennifer "auf ein besseres Leben" gehofft, mussten aber als Einwanderer "noch mehr arbeiten und uns [sich immer] wieder beweisen."

"Meine Mutter ist eine komplizierte Person"

Die Familie bewohnte zu fünft in der Bronx eine kleine Wohnung mit "nur einem Schlafzimmer", wie J.Los Mutter schildert. Laut Jennifer sei es ihr wichtig gewesen, dass ihre drei Töchter später finanziell nicht von einem Mann abhängig seien – so wie sie selbst, obwohl sie eigentlich immer Schauspielerin werden wollte. An ihre Kinder hatte Guadalupe "hohe Erwartungen", sie sollten es doch einmal besser haben als sie selbst. Lopez betont, dass ihre Mutter damals "stark" gewesen sei, meint aber auch: "Sie ist eine komplizierte Person mit vielen Altlasten."

Wie kompliziert wiederum Guadalupes Beziehung zu ihrer Tochter ist, verdeutlicht ihr Satz: "Jennifer hat es mir wirklich nicht leicht gemacht. Wir gerieten viel aneinander." Das spiegelt auch folgende Szene in der Doku wider, die die Familie beim Thanksgiving-Dinner 2019 zeigt.

Guadalupe Rodriguez probiert J.Los Essen, verzieht das Gesicht und sagt: "Zu viel Essig." Die Sängerin reagiert mit einem entschlossenen "Nein". Daraufhin gibt es zwischen den Lopez-Frauen ein längeres "Nein"-"Doch"-Hin-und-Her.

Jennifer Lopez mit ihrer Mutter Guadalupe Rodriguez 2018 in New York.
Jennifer Lopez mit ihrer Mutter Guadalupe Rodriguez 2018 in New York.
© MediaPunch / imago images

Guadalupe Rodriguez sei "stark, aber auch knallhart" gewesen

Jennifer sei ihren Eltern rückblickend zwar dankbar, weil sie ihr beigebracht hätten, "unabhängig zu sein." Über ihre Mutter meint sie aber auch: "Sie tat, was sie tun musste, um zu überleben. Das machte sie stark, aber auch knallhart. Sie hat uns oft geschlagen."

Guadalupe Rodriguez weiß, dass sie "keine perfekte Mutter" gewesen sei, aber sie habe "immer nur das Beste" für ihre Töchter gewollt. Sie sei froh, dass Jennifer heute so "stark und zäh ist. So muss man in der [Musik]branche sein."

Das aktuelle Verhältnis zwischen Jennifer Lopez und ihrer Familie wird in "Halftime" dennoch als sehr vertraut geschildert. Die Stimmen ihrer Eltern über Unabhängigkeit und Stärke würde J.Lo noch heute beinahe täglich hören.

Verwendete Quelle: Dokumentation "Halftime", abgerufen unter: netflix.com

jse Gala


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