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Jennifer Aniston Alles fühlt sich richtig an


Sechs Jahre nach Brad Pitt hat Jennifer Aniston ein gutes Händchen bei der Männerwahl bewiesen. Mit Justin Theroux läuft's prima - auch, weil sie aus früheren Fehlern gelernt hat

Es war das vielleicht wichtigste Lunch-Date ihres Lebens

. Also orderte die höchst nervöse Jennifer Aniston für die beiden Männer an ihrem Tisch das Beste, was die Mittagskarte des "Delmonico's Steak and Lobster House" hergibt: einen überdimensionalen Hummer, dazu Muschelsuppe und eine Flasche exquisiten Rotwein. Gute Wahl - schon eine Stunde später hatte sich Jennifers Nervosität gelegt. Vater John Aniston plauderte leicht angeheitert und völlig entspannt mit ihrem Lover Justin Theroux; der klopfte seinem Schwiegervater in spe zum Abschied anerkennend auf die Schulter.

John Aniston, 78, so sickerte später durch, sei erleichtert, dass seine Tochter gut sechs Jahre nach dem Trennungsdebakel mit Brad Pitt endlich einen ernst zu nehmenden Partner gefunden hat - und absolut damit einverstanden, dass die zwei schnell weitere Schritte in Richtung gemeinsame Zukunft gehen. Diese Liebe, das zeigen die Premieren- Bilder ihrer neuen Komödie "Kill The Boss" aus London, tut Jennifer Aniston so gut wie nichts in den vergangenen Jahren. Die junge Beziehung entwickelt sich vielversprechend. Anfang letzter Woche startete das Paar bereits eine Besichtigungstour in den Top-Vierteln von Los Angeles. "JJ", wie die beiden im Freundeskreis genannt werden, ließen sich von einer Maklerin fünf bis sechs Villen pro Tag zeigen. Darunter ein echtes Sahnestückchen: Ellen DeGeneres’ riesiges Anwesen in Beverly Hills mit großem Swimmingpool, Teich und Gartenlandschaft, das seit Juni für 60 Millionen Dollar zum Verkauf steht.

Weshalb diese horrende Summe? Die Talkmasterin kaufte im Laufe der Jahre drei angrenzende Grundstücke hinzu, die im Preis inbegriffen sind. Ein riesiges Refugium für zwei Verliebte, die Wert auf Privatsphäre legen - und zugleich bereits an Zuwachs denken: Wie es heißt, hat Justin Theroux nichts dagegen, Vater zu werden. Ein absolutes Novum im Liebesleben von Jennifer Aniston. Nach Brad Pitt, der sich stets Kinder wünschte, plagte sie sich meist mit notorischen Baby-Verweigerern herum, die Jen immer etwas ungeschickt in Richtung Familie zu drängen versuchte. Aber sie hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Gerade sagte sie im Gespräch mit dem Magazin "Look": "Natürlich würde ich gern Kinder haben. Und es wird passieren, da bin ich mir sicher. Ich könnte mir aber auch vorstellen, ein Baby zu adoptieren und alleine zu erziehen."

Ein klares Signal an Justin: Hey, du bist nicht primär ein potenzieller Kindsvater für mich, sondern vor allem mein Partner und Geliebter. Weil sich die Beziehung so prickelnd richtig anfühlt, steht Jennifer auch öffentlich zu ihren Gefühlen. "Ich habe großes Glück gehabt und fühle mich sehr, sehr glücklich", sprudelte es in der ABC-Show "Good Morning America" aus ihr heraus. Das geht ihr nicht allein so: Als Justin Theroux in einem Interview zu ihrer gemeinsamen Komödie "Wanderlust" nach ihr gefragt wurde, antwortete er: "Ich kenne keine Frau, die mehr Klasse hat als Jennifer!" Wie großartig er sie findet, zeigt er gern: So winkte er begeistert mit beiden Händen seiner Liebsten zu, als sie vor dem Grauman’s Chinese Theatre in Hollywood ihre Hände neben die Abdrücke der großen Stars in den Zement presste. Und auf der US-Premierenparty ihrer Komödie "Kill The Boss" kurz zuvor knabberte er zur Freude der anderen Gäste im "Chateau Marmont" ausgiebig an ihrem Nacken herum. Nett - und ein großer Unterschied zu Jennifers früheren Lovern wie beispielsweise John Mayer, der öffentlich nur ungern mit ihr in Verbindung gebracht werden wollte.

Aber auch mit solchen Erfahrungen kommt die neuerdings tief entspannte Jen heute klar: "Ich verstehe mich mit jedem meiner Ex-Freunde", sagte sie jüngst. "Ob es mit ihnen lange ging oder nicht, ich habe aus jeder Beziehung gelernt." Vielleicht auch nur, dass es manchmal ein wenig länger dauern kann, bis man den Richtigen erwischt hat. Dass sie genau dies in Justin Theroux wirklich gefunden hat, glaubt man in ihrem Freundeskreis fest: "Sie passen einfach super zusammen. Justin ist viel cooler als die Typen, die Jen sonst datet", so ein Insider zum US-Magazin "People". Ziemlich lässig ist Justin - übrigens der Neffe des bekannten Reise-Schriftstellers Paul Theroux - tatsächlich. Neben seinem Job als Schauspieler schreibt er Drehbücher, arbeitete etwa am Skript zu "Tropic Thunder" mit. Bei dem Drama "Dedication" führte er Regie. Und, vielleicht das Beste an ihm: Wenn es darum geht, seiner neuen Freundin zu gefallen, zeigt er vollen Einsatz. Weil Jen seinen Zausel-Bart nicht leiden konnte, rasierte er ihn ohne Zögern ab. Zudem probierte der Sportmuffel ihr zuliebe Yoga aus, nahm in den vergangenen Wochen einige Pfund ab. Ideal für den neuen Look. Statt schlabberiger T-Shirts und Outfits in Einheitsschwarz trägt er nun Designer-Hemden; seine ausgelatschten Biker-Boots ersetzt er jetzt öfters durch trendige Modelle von Gucci. Jen überredete ihn sogar zur Maniküre und Pediküre.

Wieso er das alles mitmacht? Weil Justin Theroux verliebt ist - und völlig verstrahlt vom aufregenden Leben an der Seite einer berühmten Frau. Vor der Ära Jen lebte er mit seiner Langzeitfreundin, der Kostümdesignerin Heidi Bivens, 35, und den zwei Hunden Pooma und Lou Lou in seinem Apartment in Greenwich Village, New York, und bewegte sich dort unbeachtet von Paparazzi in der Künstlerszene. Plötzlich gehört er zum Inner Circle Hollywoods, wird von Star-Fotograf Terry Richardson abgelichtet und den interessantesten Menschen des Filmbiz vorgestellt. Nicht schlecht, dieser Aufstieg. Zumal die Frau, auf die es ankommt, sich ebenfalls sichtlich um ihn bemüht.

Ihrem Lover zuliebe hat Jennifer ihre Angst vor dem Motorradfahren überwunden, kurvt auf dem Sozius seiner BMW durch New York. Zur Erinnerung: Auf Brad Pitts Maschine wollte sie niemals aufsteigen. Auf Justins Zureden hin ließ sie ihr erstes Tattoo stechen - auf die Innenseite des rechten Fußes. "Norman" steht jetzt an der empfindlichen Stelle, eine Hommage an ihren im April verstorbenen Corgi-Terrier-Mischling. Auch Justin Theroux’ Brustkorb zieren etliche Tätowierungen, darunter der Schriftzug "Odi et amo", der Titel eines Gedichtes des römischen Literaten Catull. "Ich hasse und liebe" bedeuten die Worte. Schön für Jennifer Aniston, dass für sie eindeutig Letzteres gilt. Martina Ochs Mitarbeit: Judith Nieke

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