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Jean-Paul Belmondo (†) Die Schauspiellegende ist gestorben

Jean-Paul Belmondo (†88)
Jean-Paul Belmondo (†88)
© Andreas Rentz / Getty Images
Jean-Paul Belmond ist mit 88 Jahren gestorben. In Erinnerung bleibt er als ruppiger, geliebter Charakterdarsteller und als Ikone des französischen Films.

Der französische Film- und Theaterschauspieler Jean-Paul Belmondo, †88, ist tot. Das teilte sein Anwalt jetzt mit.

Jean-Paul Belmondo wurde ab den späten 1950er-Jahren zunächst als Darsteller innerhalb der „Nouvelle Vague“ bekannt. Einer bezeichnenden Stilrichtung, die in Frankreich geprägt wurde und sich durch ein bewusstes inhaltliches und formales Desinteresse am Mainstream-Kino auszeichnete. Es galt fast als verpönt, Literaturadaptionen zu produzieren.

Jean-Paul Belmondo wurde durch französische Filme der "Nouvelle Vague" bekannt

Filmemacher:innen sollten sich nicht von Autor:innen vorschreiben lassen, was sie auf der Leinwand zu zeigen haben. Sie setzten auf ungewöhnliche Bilder, raffinierte Schnitttechniken und neuartige Erzählstrukturen. Belmondo entwickelte sich schnell zu einer Ikone im französischen Filmgeschäft.

Er war der Sohn eines Bildhauers und wollte eigentlich Boxer werden, doch er beließ es lediglich bei einem Versuch. Vielleicht machte er aus diesem Grund seine Stunts gerne selbst. Mehr als das Boxen lag ihm die Schauspielerei und mit gerade einmal 17 Jahren hatte Belmondo erste Bühnenerfahrungen gesammelt.

Jean-Paul Belmondos Durchbruch kam mit dem Film "Außer Atem"

1956 ist Belmondo in seinen ersten Filmrollen zu sehen, so etwa in „Ein Engel auf Erden“ mit Romy Schneider oder „Schritte ohne Spur“. Sein großer Durchbruch folgte auf dem Fuße. Jean-Luc Godard drehte mit ihm den Kultfilm „Außer Atem“ – sein erster Film in der Machart der „Nouvelle Vague“.

Das war sein Durchbruch, seine trotzig selbstbewusste Darstellung des Hauptcharakters beeindruckte. Bereits im kommenden Jahr drehte er Filme mit Claudia Cardinale und Sophia Loren.

Jean-Paul Belmondo spielte in zahlreichen Filmen mit

Belmondo war sich für keine Rolle zu schade – er spielte sie alle: Priester, Gangster, Gauner, Spitzel, Verführer, Wegelagerer, Betrüger. Erst als Antiheld abgestempelt, folgte bald die Wende. Mit dem Film „Abenteuer in Rio“ spielte sich Belmondo in seiner James-Bond-Attitüde in die Herzen der Regisseure. An Rollenangeboten mangelte es ihm ab diesem Moment nicht mehr.

Verwendete Quelle: Tagesschau.de, prisma.de, kino.de

slr Gala

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