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Javier Bardem Ein Filmstar bei der Demo


Javier Bardem schloss sich zahlreichen Demonstranten in Madrid an, um gegen Sparpaket und erhöhte Mehrwertsteuer zu protestieren. Auch der Bruder und die Mutter des Hollywoodstars gingen auf die Straße

Auch wenn Javier Bardem als erfolgreicher Schauspieler Millionen verdient, geht die Finanzkrise in Spanien nicht spurlos an ihm vorbei: Der Hollywoodstar demonstrierte laut der Tageszeitung "El Periódico" am vergangenen Donnerstag (19. Juli) gegen erneute Sparpakete in seinem Heimatland. 100.000 Bürger gingen an diesem Tag auf die Straßen von Madrid, Bardem wurde von seiner Mutter Pilar und seinem Bruder Carlos begleitet.

Beide sind wie Javier Bardem als Schauspieler tätig. Deshalb kritisierte die Familie vor allem die Anhebung der Mehrwertsteuer, die künftig auch für Kino- und Theaterkarten auf 21 Prozent ansteigt. Diese sei "der Todesstoß für ein Kollektiv in der Krise" und "für den Zugang der Bevölkerung zur Kultur", sagte Javier Bardem im Interview mit der Zeitung.

"Mit der Anhebung der Mehrwertsteuer wird die kulturelle Aktivität in diesem Land erstickt. Sie werden vielen Generationen ihre Zukunft nehmen", sagte Bardem weiter.

Unter dem Motto "Kultur ist kein Luxus" protestiert die spanische Kulturbranche bereits seit dem 12. Juli vor allem in Blogs gegen die neuesten Beschlüsse der Regierung.

Das Engagement von Javier Bardem wird allerdings nicht von allen positiv aufgenommen: Nachdem der Schauspieler an der Demonstration teilgenommen hatte, prasselte viel Häme auf ihn ein. Ob Bardem gerade mit dem Privatjet aus Beverly Hills eingeflogen sei, fragten ihn einige User beispielsweise via Twitter. Und ob er überhaupt in Spanien Steuern zahle, um die hiesigen Arbeitslosen zu unterstützen.

Bardem selbst ist sich seiner besonderen Stellung aber durchaus bewusst: So sagte er noch kurz nach der Demonstration, dass es ein "Privileg" sei, von Filmen außerhalb Spaniens leben zu können.

aze

gala.de

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