Jason Statham: Oscar für Stuntleute

Ohne sie gäbe es keine Action-Filme: Jason Statham fordert, die Arbeit der Stuntmen bei der Oscar-Verleihung zu berücksichtigen

In Filmen geht es meist gefährlich zu: Rasante Verfolgungsjagden, brutale Kampfszenen oder wilde Schießereien sind an der Tagesordnung. Deswegen ist am Set immer ein Trupp professioneller Stuntleute anwesend, die in gefährlichen Szenen für den Schauspieler einspringen können. Der Actionstar fordert nun, deren Arbeit angemessen zu würdigen. Seiner Meinung nach sollte es bei der Oscar-Verleihung eine eigene Stunt-Kategorie geben.

Auch wenn Jason Statham viele Action-Szenen selber dreht, sind immer Stuntleute mit am Set.


"Ich denke, es ist ein bisher übergangener Bereich", sagte der "Expendables"-Star im Interview mit "Vanity Fair". "Stuntmen sind unbesungene Helden", so über die Arbeit seiner Kollegen. "Niemand schenkt ihnen Anerkennung. Sie riskieren ihren Hals. Und dann gibt es diese prätentiösen Schauspieler, die so tun, als ob sie die Stunts selbst machen würden".

Setbilder

Stars bei den Dreharbeiten 2013

18. Dezember 2013: Daniel Brühl und Cara Delevingne sind gerade für Dreharbeiten zum Film über Amanda Knox "The Face of An Angel" in Florenz.
18. Dezember 2013: James Franco schwebt am Set für den Ford-Werbespot mit Rose in der Hand durch die Lüfte. Der Spot soll voraussichtlich beim Super Bowl gezeigt werden.
16. Dezember 2013: Jennifer Hudson dreht in Los Angeles ihr neues Musikvideo und schlüpft nach den Aufnahmen flink in einen Bademantel.
13. Dezember 2013: Brad Pitt und Shia LaBeouf machen ein Gruppenfoto bei den Dreharbeiten zum Film "Fury".

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Bisher übergeht die "Acadamy of Motion Picture Arts and Science" die Stuntleute bei ihren Auszeichnungen. Die Stars sonnen sich bei der Oscarverleihung im Scheinwerferlicht, die Doubles kennt meist keiner. Eine Ungerechtigkeit, wie Jason Statham findet: "Sie sind diejenigen, die fleißig sind. Dann hast du einen Typen, der vor einem verdammten Green Screen steht, Grimassen schneidet und so tut, als würde er den Stunt machen. Für mich ist das wie eine Farce", bemängelte der Schauspieler im Gespräch mit der "Vanity Fair". "Ich bin darüber sehr frustriert. Ich kenne die Stunt-Koordinatoren. Ich trainiere ständig mit ihnen und sie sind unglaublich talentiert." Statham weiß, wovon er spricht: Er ist ehemaliger Leistungssportler, nahm als Wasserspringer sogar bei den Weltmeisterschaften teil. Außerdem beherrscht er verschiedene Kampfsportarten.

Actionszenen zu drehen bedeutet harte Arbeit. Das weiß auch Jason Statham.

Auch Stunt-Koordinator Jack Gill, der für Action-Szenen in Filmen wie "Hangover" oder "The Fast and the Furious" verantwortlich ist, findet, dass seine Arbeit den künstlerischen und wissenschaftlichen Ansprüchen entspricht, die für eine eigene Kategorie bei den Oscars gefordert werden. Einen Großteil der Stunt- und Kampfszenen macht er in seinen Filmen selbst. "Ich würde mich schlecht fühlen, wenn ich als Hauptdarsteller gemütlich in einem Stuhl säße, während ein Stuntman alle ungemütlichen Szenen für mich drehen würde. Für so etwas würde ich keine Lorbeeren bekommen wollen, weil ich nicht dafür geradestehen könnte," verriet er laut "focus.de". Welchen Gefahren sich die Stuntmen aussetzten, zeigte sich im Oktober 2011 bei Dreharbeiten von "Expendables 2" in Bulgarien. Damals starb ein Stuntman bei einer Explosion auf einem Schlauchboot, weil er nicht rechtzeitig gewarnt wurde.

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