Jasmin Gerat im Interview: "Ich hätte nie gedacht, dass ich mal 30 werde"

Im Rahmen ihres aktuellen Kinofilms "Wendy 2- Freundschaft für immer" sprach Schauspielerin Jasmin Gerat mit GALA über ihren 40. Geburtstag, das Älterwerden und ihr neues Leben mit ihrer Familie auf dem Land

Schauspielerin Jasmin Gerat auf der Filmpremiere von "Wendy 2- Freundschaft für immer"

Jasmin Gerat, 39, zählt seit dem Kinohit "Kokowääh" (2011) von Til Schweiger, 54, zu Deutschlands erfolgreichsten Schauspielerinnen. Ihr neuer Film "Wendy 2 - Freundschaft für immer", ein Muss für alle Pferde-Fans, läuft am 22. Februar 2018 in den Kinos an. Mit GALA sprach die Mutter von zwei Töchtern über ihre Zukunft und was sie im heute im Reitstall am liebsten macht.

Es heißt ja: "Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde". Würden Sie diesen Spruch unterschreiben?
Das konnte ich früher auf jeden Fall. Ich war ein absolutes Pferdemädchen und habe die Zeit nach dem Schultag ständig im Reitstall verbracht. Das war tatsächlich mein größtes Glück, weil ich mich an keinem anderen Ort so akzeptiert gefühlt habe. 

Heute gehen Sie nicht mehr Reiten?
Leider ja. Meine große Tochter ist auch total pferdebegeistert und so komme ich oft in den Genuss mal wieder im Stall zu stehen, aber heute habe ich komischerweise kein Verlangen mehr selber zu reiten. Mich entspannt aber das Ausmisten sehr und es ist tatsächlich zu meiner kleinen Mediationseinheit geworden. 

Könnten Sie sich denn vorstellen Berlin komplett den Rücken zu kehren und aufs Land zu ziehen?
Das habe ich vor kurzem tatsächlich erst getan! Ich bin jetzt offiziell Brandenburgerin. Vielleicht hat es was mit dem Alter zu tun, aber ich hatte eine große Sehnsucht nach Ruhe und auch der Natur. Bei jedem Stadtbesuch denke ich mir: Wie konnte ich nur so lange zwischen so viel Beton leben?

Apropos älter werden: Sie feiern dieses Jahr Ihren 40. Geburtstag. Was bedeutet das für Sie?
Oh Gott, es ist soweit! Ich warte schon länger darauf endlich DIESE Party feiern zu können. Ach ich freue mich einfach das ich soweit gekommen bin, gesund, mit eigener Familie und einem Beruf der mich glücklich macht- das ist ja keine Selbstverständlichkeit ! Es gab auch Phasen in meinem Leben, in denen ich nie gedacht hätte, dass ich mal 30 werde.

Was waren das für Phasen?
Auf der einen Seite klang die 30 damals uralt und sehr weit entfernt und außerdem war ich in manchen Phasen sehr wild und rock’n’rollig unterwegs, war einzig für mich verantwortlich und lebte nur für den Moment - da war es mir völlig egal und auch zu abstrakt, wie alt ich mal werde. Heute habe ich das Gefühl, dass ich mit jedem Jahr glücklicher werde und die Ruhe genieße.

Das heißt aber nicht, dass Sie sich vom Filmgeschäft verabschieden. Welche Projekte stehen als nächstes an?
Das stimmt. Demnächst drehe ich in Österreich den Kinofilm "Kalte Füße", in dem spiele ich die Mutter von Emilio Sakraya. Und danach gibt es ein ganz tolles Projekt „Einmal Sohn, immer Sohn“, bei dem ich mit der Grande Dame Christiane Hörbiger spielen darf. Da freue ich mich sehr drauf.

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