Jamie Lee Curtis: Sie nahm Drogen mit ihrem Vater Tony Curtis

Jamie Lee Curtis geht mit ihrer früheren Drogen- und Alkoholsucht relativ offen um. Seit rund zwanzig Jahren hat sie dem gefährlichen Rausch abgeschworen. Was davor geschah, schockiert. Vor allem eines: mit ihrem berühmten Vater Tony Curtis teilte sie sich Kokain.

Tony Curtis (†), Jamie Lee Curtis

Jamie Lee Curtis, 60, hat bereits im vergangenen Jahr öffentlich zugegeben, dass sie zehn Jahre lang abhängig von Schmerzmitteln war, diese sogar heimlich gestohlen habe. Die Schauspielerin war ganz unten. Den Platz am Abgrund nahm sie zeitweise neben ihrem Vater ein, dem Hollywood-Star Tony Curtis (†85). "Ich habe mit meinem Vater Drogen geteilt. Ich habe Kokain genommen und einmal Freebase [Anm.: Kokain-Variante]. Aber das war das einzige Mal, dass ich das tat, und ich tat das mit ihm", offenbart sie in einem Interview mit "Variety".

Tony Curtis

Abschied von einer Hollywoodlegende

Die Trauergemeinde um die verstorbene Hollywoodlegende Tony Curtis ist auf ihrem Weg zum "Palm Mortuary and Cemetery" in Henders
Mit versteinerter Miene nimmt Jamie Lee Curtis Abschied von ihrem Vater.
Mit Jill Vandenberg war Tony Curtis bis zu seinem Tod in sechster Ehe glücklich verheiratet.
Jill Vandenberg hält kurz inne am Sarg ihres Mannes, um Abschied zu nehmen.

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Jamie Lee Curtis: Dialog mit Vater Tony brach nicht ab

Die Sucht war im Hause Curtis ein ständiger Mitbewohner. "Drogen waren ein großes Familienproblem", erklärt Jamie Lee Curtis. "Ich hatte sechs Geschwister. Nun habe ich fünf. Mein Bruder Nicholas starb im Alter von 21 Jahren an einer Überdosis Heroin", sagte sie. An einem besonders schlimmen Punkt im Leben ihres berühmten Vaters ("Manche mögen's heiß") sei sie das einzige seiner Kinder gewesen, das überhaupt mit ihm gesprochen habe. "Er wurde für kurze Zeit nüchtern und war etwa drei Jahre lang sehr aktiv dabei, wieder zu genesen. Aber das hat nicht lange gedauert. Zumindest für eine Minute hat er sich erholt", erinnert sich Jamie.       

Heilerin bringt Jamie zum Umdenken

Ihre Sucht nach Schmerzmitteln habe 1989 nach einer Augenoperation begonnen. Wie Jamie offen zugibt, habe sie bis 1999 täglich das hustenstillende Opioid Vicodin eingenommen. Eine Heilerin soll ihr die Augen geöffnet haben. Die Frau habe die Weihnachtstage bei Jamie und ihrem Mann Christopher Guest, 71, verbracht und beobachtet, wie die Schauspielerin beim Verpacken der Geschenke fünf Tabletten mit einem Glas Rotwein herunterschluckte. "Weißt du, ich sehe dich mit deinen kleinen Pillen", soll sie zu Curtis gesagt haben. "Ich sehe eine tote Frau". Danach habe ein Umdenken bei Curtis eingesetzt.  

Albträume von ihrer eigenen Beerdigung

Nachdem sie mit einer ebenfalls medikamentenabhängigen Freundin gesprochen habe, die ihr einen bestechlichen Arzt empfahl, klickte es bei Jamie. "Ich hatte einen Traum. Dass ich auf ihrer Beerdigung bin, mit Blut an den Händen, während ich ihre Kinder umarme. Oder, dass sie auf meiner Beerdigung ist und Blut an den Händen hat, während sie meine Kinder umarmt". Am nächsten Tag habe sie sich in eine Suchtklinik begeben. Seitdem sei sie clean, versichert die 60-Jährige. 

Schmerzmittel sind immer noch eine Bedrohung

Mit unvorhergesehenen Herausforderungen muss sich die Hollywood-Schauspielerin aber immer noch auseinandersetzen. Erst im vergangenen Jahr brach sich Curtis zweimal die Rippen. Die Einnahme von Schmerzmitteln sei unvermeidbar gewesen. Um einem Rückfall vorzubeugen, habe die Medikamentendosierung unter strenger ärztlicher Aufsicht stattgefunden. Sie sei "für immer ein Junkie", gibt Jamie selbstkritisch zu. Allerdings einer, der sich der gefährlichen Risiken inzwischen bewusst ist. 

Verwendete Quelle: Variety, Page Six, Stern

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