Jamie Cullum : "Optik war nie meine Währung"

Jazz-Star Jamie Cullum spricht über das Alter, seine traumatischen Bühnenunfälle und die Kraft der Familie. 

Er kommt direkt vom Flughafen, hat am Vorabend noch sein Lieblingspastagericht "Cacio e Pepe" für Ehefrau Sophie und seine beiden Töchter Lyra, 9, und Margot, 7, zu Hause in London gekocht. Gleich wird Jamie Cullum, 40, die Bühne der "United Hearts Gala" im Berliner Hotel "Titanic Gendarmenmarkt" rocken. "Glauben Sie, die Leute wollen tanzen?", fragt er. Und wie!

Jamie Cullum im GALA-Interview 

GALA: Sie sind letztes Jahr 40 geworden, springen auf der Bühne aber immer noch rum wie ein Teenager.
Jamie Cullum: Soll ich damit aufhören, nur weil ich jetzt 40 bin? (lacht)

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©Gala

Bloß nicht! Aber hat sich für Sie etwas verändert?
Nicht wirklich. Ich sah schon immer sehr jung aus. Als ich 21 war, dachten alle, ich sei 16 - was wirklich uncool ist. Optik war nie meine Währung, mich interessieren die Meilensteine des Lebens. Und für mich ist einer davon definitiv, Ehemann und Vater zu sein. Zu sehen, wie meine Kinder aufwachsen oder wie meine Ehe immer inniger wird, wie das Leben mal schwieriger ist und mal leichter. Das treibt mich an.

"Meine Inspiration kommt immer aus meinem Alltag"

Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?
Ich lese viel und versuche, nicht zu viel Trash in mein Leben zu lassen. Meine Inspiration kommt immer aus meinem Alltag. Was ich als Mensch, als Ehemann, als Vater erlebe. Dazu gehört Traurigkeit genauso wie Freude.

Ist es für Sie einfach, die Balance zu finden zwischen Familie und Star-Status?
Fuck, no! (lacht) Für wen ist das schon leicht? Ich bin froh, beides zu haben, auch wenn es manchmal hart ist, die Mitte zu finden. Daran arbeite ich ständig. Aber ich habe nicht das Gefühl, verpasst zu haben, wie meine Kinder aufwachsen, weil ich ihnen sehr viel Zeit gewidmet habe. Das macht mich glücklich.

Sind Sie achtsam mit sich?
Sehr. Ich mache Yoga, gehe regelmäßig ins Gym und mit den Hunden spazieren - wir wohnen ja auf dem Land. Dazu kommt Gartenarbeit und Radfahren mit den Kindern.

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"Menschen sind einfach gegangen oder haben mich mit Sachen beworfen"

Wenn Sie kein Sänger wären ...
... wäre ich Schriftsteller! Ich liebe Romane, lese in jeder freien Minute. Gerade habe ich "Olive, Again" von Elizabeth Strout verschlungen und war total begeistert.

Haben Sie ein traumatisches Bühnenerlebnis?
Hunderte! Menschen sind einfach gegangen oder haben mich mit Sachen beworfen. Andere haben mich angefleht, nicht zu singen, sondern nur Klavier zu spielen. Einmal ist ein Klavierbein mitten in einem Song abgebrochen, ein anderes Mal habe ich mich auf der Bühne verletzt. Ich musste mich auch schon übergeben und gleich weitersingen. (lacht) Aber so ist das Leben, oder?

Ein perfekter Tag für Sie?
Möglichst unstrukturiert, und auf jeden Fall mit meiner Frau und meinen Töchtern: Wir stehen auf, wann wir wollen, gehen schwimmen, fahren Kajak, essen frischen Fisch und lachen viel. Dazu ein gutes Buch und ein Mittagsschlaf.

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