James Franco: Klage wegen sexueller Belästigung

2018 hatten ehemalige Schauspielschülerinnen James Franco vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben. Zwei Frauen verklagen Franco nun.

James Franco

Schwerwiegende Anschuldigungen gegen Hollywood-Schauspieler James Franco 41. Zwei ehemalige Schauspielschülerinnen haben am Donnerstag (3. Oktober 2019) Klage gegen ihn eingereicht, wie US-Medien berichten. Die beiden werfen dem 41-Jährigen demnach unter anderem vor, sie sexuell belästigt zu haben und seine Schauspielschule dazu missbraucht zu haben, junge Frauen auszunutzen. In einer ersten Stellungnahme seines Anwalts verteidigt sich Franco - und geht zum Angriff über.

James Franco soll zu Sexszenen gezwungen haben 

Die Klägerinnen Toni Gaal und Sarah Tither-Kaplan erheben eine ganze Reihe von Vorwürfen gegen Franco. Unter anderem soll der Schauspieler seine Schauspielschule dazu genutzt haben, Schülerinnen dazu zu bringen, nackt vorzuspielen oder Sexszenen zu drehen. Dabei soll Franco die Schülerinnen mit Aussichten auf Filmrollen dazu verleitet haben, sich auf diese Handlungen einzulassen. Neben Franco werden auch zwei weitere Männer aus dem Umfeld der Schule verklagt. Die Schule existiert mittlerweile nicht mehr.

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James Franco wollte durch seine Schule an junge Frauen kommen

In der Klageschrift heißt es übereinstimmenden Medienberichten zufolge, Franco und seine Partner hätten sich "Schülerinnen gegenüber in unangemessener und sexuell aufgeladener Weise verhalten, in dem sie ihre Machtpositionen als Lehrer und Arbeitgeber ausnutzten". Dadurch sei "ein Klima der Belästigung und sexuellen Ausbeutung sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unterrichts entstanden". Die Schule sei nichts weiter als eine List gewesen, mit der "ein steter Strom an jungen Frauen geschaffen wurde, die sexualisiert und ausgenutzt werden konnten".

Ein Leistungskurs für Sexszenen 

An der Schule, für die die beiden Klägerinnen bis zu 300 US-Dollar (ca. 270 Euro) Schulgebühren monatlich gezahlt haben sollen, habe es einen Leistungskurs für Sexszenen gegeben, den Franco persönlich unterrichtet haben soll - für eine weitere Gebühr von bis zu 750 US-Dollar (ca. 680 Euro). Für die Teilnahme an dem Kurs sollen Schülerinnen auf Videobändern vorgesprochen haben müssen. Die Bänder soll Franco später durchgesehen haben.

Franco hat Filmrollen versprochen 

Die Klägerin Tither-Kaplan behauptet in der Klage zudem, sie habe über diesen Kurs eine Rolle in einem von Francos Filmen bekommen. Darin habe sie in einer Orgie-Szene mitgespielt, in der der Schauspieler den Plastikschutz von den Geschlechtsteilen der Schauspielerinnen entfernt haben soll, während er Oralverkehr mit ihnen simulierte.

James Franco verteidigt sich

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Franco mit solchen Anschuldigungen konfrontiert sieht. Sarah Tither-Kaplan hatte dem Schauspieler bereits im Januar 2018 in der "Los Angeles Times" vorgeworfen, sich ihr und anderen Frauen gegenüber anzüglich verhalten zu haben. Damals hatte Franco bei einem Auftritt in Stephen Colberts "Light Night Show" erklärt: "Wenn ich etwas falsch gemacht habe, werde ich das wieder gut machen. Ich muss es einfach."

Über seinen Anwalt hat sich der Schauspieler inzwischen zu der Klage geäußert. Die Vorwürfe seien alt und bereits widerlegt, heißt es in einer Stellungnahme, die der "Hollywood Reporter" zitiert. "James wird sich nicht nur voll und ganz verteidigen, sondern auch Schadensersatz von den Klägerinnen und ihren Anwälten verlangen, weil sie diese skurrile Klage nur eingereicht haben, um Aufmerksamkeit zu erhaschen."

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